Was tut sich im deutschen Gastgewerbe? Spannende Entwicklungen prägten den Februar 2026, wie die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Im Vergleich zum Vormonat blieb der Umsatz real (preisbereinigt) unverändert und verzeichnete nominal einen Anstieg von 0,4 Prozent. Allerdings ist die Situation im Vergleich zum Vorjahresmonat eher durchwachsen: Hier sank der reale Umsatz um 4,6 Prozent, während nominal ein Plus von 2,3 Prozent zu verzeichnen war. Diese Zahlen sind unübersehbar und wecken Fragen über die Stabilität der Branche, die sich noch immer von den Folgen der Pandemie erholt.

Im Januar 2026 sah es nicht besser aus: Der reale Umsatz fiel um 4,3 Prozent im Vergleich zum Dezember 2025. Eine revidierte Zahl zeigt einen nominalen Rückgang von 0,5 Prozent, was darauf hindeutet, dass viele Hoteliers und Gaststättenbetreiber weiterhin vor großen Herausforderungen stehen. War der Januar also ein Ausrutscher oder sind die Probleme tief verwurzelt? Das darf bezweifelt werden, denn das Gastgewerbe kämpft wohl nicht nur mit saisonalen Schwankungen.

Umsatzentwicklung nach Segmenten

Die Umsatzentwicklung zeigt klare Unterschiede zwischen den verschiedenen Bereichen des Gastgewerbes. Im Februar 2026 verzeichneten Hotels und Beherbergungsunternehmen im Vergleich zu Januar 2026 ein reales Wachstum von 2,4 Prozent, während die Gastronomie einen Rückgang von 1,1 Prozent hinnehmen musste. Im Vergleich zu Februar 2025 wuchs der nominale Umsatz der Hotels um 4,1 Prozent, während die Gastronomie mit einem realen Rückgang von 6,2 Prozent zu kämpfen hatte.

Segmente Real (vs. Vormonat) Nominal (vs. Vormonat) Real (vs. Vorjahresmonat) Nominal (vs. Vorjahresmonat)
Hotels und Beherbergungsunternehmen +2,4% +2,6% -0,3% +4,1%
Gastronomie -1,1% -1,2% -6,2% +1,7%

Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass der Sektor bereits viele Höhen und Tiefen durchlebt hat. Im Jahr 2024 kämpfte die Branche mit einer schwächelnden Nachfrage, trotz eines nominalen Umsatzwachstums von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Preisbereinigt fiel der Umsatz im gleichen Jahr jedoch um 2,6 Prozent, was zeigt, dass die Herausforderungen sich nicht in Luft auflösten. Insgesamt liegt der reale Umsatz im Vergleich zu 2019, dem Vor-Corona-Jahr, noch immer 13,1 Prozent niedriger, was auf einen langanhaltenden Erholungsprozess hindeutet. Die vollständige Erholung der Branche steht also noch in den Sternen.

Blick in die Zukunft

Der Optimismus von 2022, als die Umsätze um mehr als 45 Prozent real anwuchsen, ist einer grimmigen Realität gewichen: Das Gastgewerbe hat sich zwar erholt, aber nicht vollständig. Ein um 4,9 Prozent niedrigerer realer Umsatz in der Beherbergungsbranche im Jahr 2024 im Vergleich zu 2019 ist ein weiteres Indiz dafür, dass es noch ein langer Weg ist, bis das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht wird. Auch die Gastronomie hat stark gelitten und sieht sich mit einem realen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent im Jahr 2024 konfrontiert.

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Wie geht es also weiter? Die Zahlen und Berichte zeigen, dass das Gastgewerbe in Deutschland, trotz kleinerer Lichtblicke, weiterhin mit zahlreichen Herausforderungen kämpft. Die Branche braucht kreative Lösungen und vielleicht ein gutes Händchen in der Kundenansprache, um den gewünschten Aufschwung zu erleben. Schließlich ist der Erfolg in der Hotellerie nicht nur eine Frage von Zahlen, sondern auch von der Fähigkeit, mit den Gästen auf Augenhöhe zu kommunizieren und ihre Bedürfnisse zu verstehen.

Für mehr Details zu diesen Entwicklungen und Einblicke in die Datenwelt rund um das Gastgewerbe, siehe die Berichte von destatis.de, statista.com und tagesschau.de.