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In der dynamischen Welt des Gastgewerbes weht derzeit ein frischer Wind. Dank neuer Tarifverträge in Niedersachsen und Baden-Württemberg dürfen sich Beschäftigte in Hotels und Gaststätten auf saftige Lohnsteigerungen freuen. Dabei zielen diese Maßnahmen nicht nur darauf ab, die Menschen für die Branche zu gewinnen, sondern auch um dem akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das berichtet ad-hoc-news.

Die Gewerkschaft NGG und die Arbeitgeberverbände haben sich auf neue Tarifverträge geeinigt, die bis 2028 gelten. So wachsen die Löhne in Niedersachsen durch zweistufige Erhöhungen: Am 1. Mai 2026 steigen die Gehälter um 3,0 Prozent und im darauffolgenden Jahr nochmals um 2,9 Prozent. Auch die Ausbildungsvergütungen werden entsprechend angehoben. In Baden-Württemberg wird ein dreistufiges Modell eingeführt, bei dem die Löhne in mehreren Schritten um insgesamt 9 Prozent steigen werden.

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Die Auswirkungen der Mindestlohnerhöhung

Der gesetzliche Mindestlohn wird ab dem 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde angehoben, was insbesondere im Gastgewerbe Bedeutung hat. Laut einer Umfrage des DIHK sind beinahe 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland von dieser Erhöhung betroffen, wobei jeder zweite Betrieb in der Gastronomie Mitarbeiter zum Mindestlohn beschäftigt. Dies verdeutlicht die enorme Herausforderung, mit der sich der Sektor konfrontiert sieht, da steigende Personalkosten große Herausforderungen mit sich bringen. Dihk berichtet, dass rund 40 Prozent der Unternehmen planen, ihre Preise zu erhöhen, um diese Kosten auszugleichen.

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Die Realität ist jedoch, dass 13 Prozent der befragten Unternehmen Personalabbau in Betracht ziehen, wobei die Gastronomie besonders stark betroffen ist. Hier haben mehr als 20 Prozent der Gastronomen Pläne für die Reduzierung ihrer Belegschaft. Solche Entwicklungen machen deutlich, dass die Branche nicht nur nach neuen Wegen sucht, ihre Attraktivität wie auch die Planbarkeit für die Zukunft zu steigern, sondern auch großen Druck durch die Marktverhältnisse spürt.

Kosten und Herausforderungen für die Gastronomie

Besonders in der Gastronomie sieht man sich einem hohen Kostendruck ausgesetzt. Die realen Umsätze sind im Jahr 2025 laut DEHOGA fast 15 Prozent unter dem Niveau von 2019 geblieben. Eine bleibende Diskussion über die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie könnte hier ein wichtiges Thema sein, denn gerade kleinere Betriebe kämpfen oft um ihr Überleben.

Die neuen Tarifabschlüsse signalisieren jedoch auch Hoffnung. Es wird erwartet, dass sie eine Signalwirkung auf andere Bundesländer haben. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die bevorstehenden Verhandlungen in Hessen entwickeln werden, die bereits als schwierig beschrieben wurden. Es ist zu wünschen, dass der positive Trend der Lohnerhöhungen auch weit über die Landesgrenzen hinaus nachhaltig verfolgt wird.

Insgesamt wird klar, dass die Branche sich aktiv bemüht, ihre Beschäftigten besser zu entlohnen und kondisiionierte Rahmenbedingungen zu schaffen. Da hatte die Gastronomie in den letzten Jahren einiges an Boden verloren, jetzt ist eine Neuausrichtung gefragt. Unsere Branche lebt von Menschen und deren Einsatz – umso mehr sind wir gefordert, diese zu halten und neue Talente zu gewinnen.