Umsatz im bayerischen Gastgewerbe: Anzeichen für stagnierende Zeiten!

Die aktuellen Statistiken zeigen Umsatzänderungen im bayerischen Gastgewerbe für Mai 2025 und beleuchten Beschäftigungstrends.
Die aktuellen Statistiken zeigen Umsatzänderungen im bayerischen Gastgewerbe für Mai 2025 und beleuchten Beschäftigungstrends. (Symbolbild/UH)

Umsatz im bayerischen Gastgewerbe: Anzeichen für stagnierende Zeiten!

Bayern, Deutschland - Die aktuellen Zahlen im bayerischen Gastgewerbe zeigen ein gemischtes Bild: Während der nominale Umsatz im Mai 2025 um 3,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, verzeichnet der reale Umsatz einen Rückgang von 1,8 %. Diese statistischen Erkenntnisse stammen von Samerberger Nachrichten, die die vorläufigen Ergebnisse des Bayerischen Landesamts für Statistik veröffentlicht haben.

Besonders auffällig ist der Trend im Bereich Beherbergung, wo der nominale Umsatz sogar um 5,1 % anstieg, während der reale Umsatz um 1,2 % zurückging. Das bedeutet, dass die Preise zwar gestiegen sind, die tatsächlichen Einnahmen angesichts der Inflation nicht Schritt halten konnten. Auch in der Gastronomie zeigt sich ein ähnliches Bild: hier stieg der nominale Umsatz um 1,9 %, der reale Umsatz sank jedoch um 2,2 %. Die Zahl der Beschäftigten in beiden Bereichen ist ebenfalls rückläufig: In der Beherbergung um 2,5 % und in der Gastronomie um 0,4 %.

Ein Blick auf den Gesamtmarkt

In Deutschland hat das Beherbergungsgewerbe eine lange Tradition, die von einem stetigen Wachstum bis zum Jahr 2019 geprägt war. Daten von Statista verdeutlichen, dass der Umsatz im Beherbergungsgewerbe vor der Pandemie bei etwa 33 Milliarden Euro lag und 2020 drastisch auf nur 18,5 Milliarden Euro sank.

Mit rund 12.200 geöffneten Hotels im Juli 2023 und über 173 Millionen Übernachtungen im Jahr zuvor, ist die Branche auf einem Weg der Erholung, auch wenn der Fachkräftemangel und das nachlassende Interesse an Berufen im Gastgewerbe weiterhin spürbare Herausforderungen darstellen. Die Zahl der Beschäftigten im Beherbergungsgewerbe steigt zwar langsam und betrug 2023 etwa 300.400 Angestellte, doch die Ursache für diese Unsicherheiten liegt häufig in der stressigen Arbeitsumgebung und der nicht ausreichenden Vergütung begründet. So liegt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst im Beherbergungsgewerbe bei rund 33.900 Euro, was viele als unzureichend empfinden.

Hilfe für die Branche

Eine Institution, die sich intensiv für die Belange des Gastgewerbes einsetzt, ist der DEHOGA Bundesverband. Er ist nicht nur für politische Lobbyarbeit zuständig, wie der Reduzierung der Mehrwertsteuer für Gastronomie und Beherbergungsleistungen, sondern bietet auch praktische Unterstützung für Unternehmer in der Branche an. Besonders sorgen sie sich um die Ausbildung und Weiterbildung ihrer Mitglieder, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Durch zahlreiche Beratungsangebote und Veranstaltungen wie den DEHOGA-Branchentag, hat der Verband bereits erheblich zur Senkung von Kosten und zur Erleichterung gesetzlicher Anforderungen beigetragen. So hat der DEHOGA in den letzten Jahren über 200 Millionen Euro an Kosten für Mitglieder im Bereich Urheberrecht eingespart, was vielen Betrieben finanziell sehr zugutekommen kann. Diese Erfolge sind ein Zeichen dafür, dass die Branche trotz aller Herausforderungen einen Weg zur Stabilität finden möchte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das bayerische Gastgewerbe eine vielschichtige Entwicklung durchlebt. Trotz der Herausforderungen bieten die steigenden nominalen Umsätze in verschiedenen Bereichen Hoffnung auf eine positive Zukunft. Die Branche ist gut beraten, die aktuellen Trends im Auge zu behalten und proaktiv auf die Veränderungen zu reagieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.

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OrtBayern, Deutschland
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