Die Hotellerie in Deutschland steht vor einer spannenden Zeit. In Mecklenburg-Vorpommern hat die Tourismussaison bisher einen erfreulichen Verlauf genommen, auch wenn die Aufenthaltsdauer der Gäste kürzer und ihre Ausgaben geringer sind. In der ersten Jahreshälfte 2025 konnten 13,2 Millionen Übernachtungen verzeichnet werden, der zweitbeste Wert seit 1990. Mit Blick auf die Potentiale des zweiten Halbjahres könnte sogar der Rekordwert von 2019 von 13,6 Millionen Übernachtungen übertroffen werden, wie ZDFheute berichtet.
Doch die gute Nachricht bleibt nicht ganz ohne Schattenseiten. Rund 29,7 Prozent der Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern befürchten in diesem Jahr Verluste, wie eine Umfrage des DEHOGA zeigt. Lars Schwarz, der Präsident der DEHOGA MV, weist auf die alarmierenden Betriebsschließungen hin. Der Trend zu kürzeren Aufenthalten hat deutliche Auswirkungen auf die Einnahmen. Im Vergleich zu 2019 lag der bundesweite Umsatzrückgang im Gastgewerbe bei 15,1 Prozent und in der Gastronomie sogar bei 17,4 Prozent.
Wichtige Themen der Woche
Die DEHOGA MV bleibt jedoch am Puls der Branche und informiert ihre Mitglieder wöchentlich über aktuelle Entwicklungen. Zu den Themen in dieser Woche zählen unter anderem die Landesjugendmeisterschaft 2026, ein Webinar zu Nord- & Ostsee im Preis-Check und die anstehenden Übernachtungszahlen für Februar. Dieses Engagement zeigt das Bestreben, die Branche nicht nur über Wasser zu halten, sondern sie auch aktiv zu fördern. Ein weiteres Highlight der Woche ist das Webinar zum TOP-Ausbildungsbetrieb, das wichtige Impulse für die Fachkräfte von morgen geben soll, so DEHOGA MV.
Die Diskussion um die geplante Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent ab 2026 sorgt ebenfalls für Gesprächsstoff. Restaurantbesitzer wie Carsten Loll äußern sich kritisch, da sie befürchten, dass die Preissensibilität der Gäste und der Trend zu selteneren Restaurantbesuchen auf die Wahrnehmung der Preisanpassungen Einfluss nehmen könnten. Bei gestiegenen Personalkosten, die von 30 auf 40 Prozent angestiegen sind, bleibt der Druck auf die Betriebe hoch.
Ausblick und Herausforderungen
Während die Branche den Blick auf die kommenden Monate richtet, bleibt im Hintergrund das Gespenst der Unsicherheit. Die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Löhne und Energie können nur teilweise auf die Preise übertragen werden, was bedeutet, dass viele Betriebe weiter kämpfen müssen. Doch die Hoffnung liegt auf einem florierenden Herbst. Die neuen Angebote, wie eine zusätzlich verfügbare App von DEHOGA, könnten helfen, die Sichtbarkeit der Betriebe zu erhöhen und mehr Gäste anzuziehen.
Insgesamt zeigt der Blick auf die Entwicklungen in der Hotellerie und Gastronomie von Mecklenburg-Vorpommern, dass Fortschritte gemacht werden, jedoch auch Herausforderungen bestehen. Die Branche ist gefordert, sich an die sich verändernde Marktlandschaft anzupassen und kreative Lösungen zu finden, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die aktuellen Initiativen und das umfassende Informationsangebot der DEHOGA MV sind dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.