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Das Thema Schlaf gewinnt in der Hotellerie zunehmend an Bedeutung. Gäste sind nicht nur auf der Suche nach einem Ort zum Übernachten, sondern vielmehr nach einem Platz, wo sie die ersehnte Ruhe und Erholung finden. „Achtsames Schlafen“ entwickelt sich mehr und mehr zu einem Lifestyle, und immer mehr Hotels gehen auf die Wünsche der Reisenden ein, individueller auf ihre Schlafbedürfnisse einzugehen. Im Gradonna Mountain Resort in Kals, Osttirol, wird seit 2019 ein spezielles Schlafangebot realisiert, das Gäste unterstützen soll, die in ihrem Alltag oft unter Schlafmangel leiden. Im Hotel, das auf 1.500 Metern Höhe liegt, stehen ihnen verschiedene Polster, Decken und eine eigene Teemischung zur Verfügung. Außerdem setzen die Gastgeber auf schlaffördernde Abendmenüs und alkoholfreie Cocktails, um den Gästen eine entspannende Atmosphäre zu bieten, wie der Kurier berichtet.

Gastwirtin Martha Schultz hat vor zehn Jahren erkannt, dass vielen Gästen eine erholsame Nacht vorenthalten bleibt. Sie bemerkt, dass die Übernachtung in einer neuen Umgebung oft mit Schwierigkeiten verbunden ist. Der sogenannte „First Night Effect“ beschreibt genau diese Problematik: Zu Beginn fällt es vielen schwer, sich in einer fremden Umgebung zu entspannen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse belegen, dass der Körper in dieser ersten Nacht an einem neuen Ort prüft, ob die Umgebung sicher ist, und dadurch der Schlaf oft oberflächlicher wird, wie auch Christine Blume von der Universität Basel erklärt.
Um den Gästen zu helfen, lassen Hotels wie das Zedwell in London, das fensterlose Appartements mit einem Biorhythmus-angepassten Lichtsystem anbietet, die Bedürfnisse der Reisenden in den Mittelpunkt rücken.

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Wissenschaftliche Erkenntnisse unterstützen den Trend

Studien zeigen, dass der First Night Effect nicht nur ein individuelles Phänomen ist, sondern viele Menschen betrifft. Daten belegen, dass Reisende in der ersten Nacht an einem fremden Ort häufig fast neunmal wach werden, in den folgenden Nächten jedoch nur noch fünfmal, was zu einem Gefühl der Müdigkeit am nächsten Tag führt. Die Zeit zum Einschlafen (Schlaflatenz) verdoppelt sich oft in der ersten Nacht, während der REM-Schlaf verkürzt ist, was sich negativ auf die Konzentration auswirkt (Zeit). Der natürliche Druck des Körpers, sich anzupassen, führt dazu, dass diese erste Nacht in der Regel nicht optimal verläuft.

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Zusätzlich fand eine wissenschaftliche Studie zu diesem Thema heraus, dass der First Night Effect auch in vertrauten Umgebungen auftritt, und zwar in verschiedenen Nächten. Teilnehmer in den Untersuchungen hatten sowohl in Schlaflaboren als auch zu Hause Schlafstörungen, was verdeutlicht, wie sehr vertraute Rituale und Atmosphären zur Verbesserung des Schlafs beitragen können (PMC). Der Gedanke, dass man sein vertrautes Umfeld mitbringen kann, um die Schlafqualität zu steigern, ist für viele Reisende von hohem Interesse – und Hotels, die diesen Ansatz verfolgen, könnten sich als Geheimfavoriten etablieren.

In Anbetracht dieser Trends wird die Schlafqualität bei der Hotelauswahl nicht mehr nur ein netter Bonus, sondern gewinnt zunehmend einen festen Platz im Bewusstsein der Gäste. Die Akzeptanz, dass ein guter Schlaf für die Regeneration von Körper und Geist essenziell ist, spiegelt sich auch in den Neujahrsvorsätzen wider: Der Wunsch nach besserer Nachtruhe zählt zu den häufigsten Vorsätzen, die 2023 gefasst wurden. Die Hotellerie muss darauf reagieren und maßgeschneiderte Angebote entwickeln, um diesem wachsenden Bedürfnis gerecht zu werden.