Die Schweizer Hotelbranche zeigt sich im Mai 2025 von ihrer besten Seite und verzeichnete einen erfreulichen Aufwärtstrend. Die Gesamtzahl der Logiernächte stieg um 1,7 Prozent auf stolze 3,5 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders bemerkenswert sind die hohen Buchungszahlen, die aus internationalen Fernmärkten wie den USA, Indien und China kommen, welche zur positiven Entwicklung signifikant beitragen. Für den Zeitraum von Januar bis Mai wurde ein Plus von 1,2 Prozent auf insgesamt 16 Millionen Übernachtungen festgestellt, was die Branche mit Blick auf das Ziel, den Rekord von 42,8 Millionen Logiernächten des Vorjahres zu übertreffen, optimistisch stimmt. Die Mehrheit der Gäste stammte im Mai von außerhalb der Schweiz, mit 1,9 Millionen ausländischen Logiernächten, was einem Anstieg von 1,0 Prozent entspricht. Auch inländische Gäste waren aktiv und sorgten für einen Zuwachs von 2,5 Prozent auf 1,6 Millionen Übernachtungen.
Ein besonders positiver Trend zeigt sich bei den Touristen aus den USA, die im Mai einen Anstieg von 6 Prozent bei den Logiernächten im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten. Auch Gäste aus Indien konnten einen Zuwachs von 8 Prozent feiern, während die Zahl der Übernachtungen aus China um mehr als 5 Prozent stieg. Im Gegensatz dazu gab es jedoch einen leichten Rückgang von knapp 4 Prozent bei den Übernachtungen aus Deutschland, was auch für andere europäische Märkte wie das Vereinigte Königreich und Frankreich gilt.
Wachstum im Beherbergungsgewerbe
Ein Blick auf die Gesamtlage zeigt, dass das Schweizer Beherbergungsgewerbe für das Jahr 2023 eine Rekordumsatzmarke erzielt hat. Laut Daten von Statista kamen fast 26 Millionen Gäste, wobei die Mehrheit der Ankünfte aus dem Inland stammte. Rund 21 Millionen Ankünfte wurden verzeichnet, darunter etwa 11 Millionen aus der Schweiz und rund 10 Millionen internationale Gäste. Gerade mal 74 Prozent des Umsatzes wurden von ausländischen Besuchern generiert, was sich auf etwa 14 Milliarden Schweizer Franken beläuft.
Das Angebot in der Schweiz besteht aus rund 35.700 Beherbergungsbetrieben, ein Rückgang gegenüber über 41.300 im Jahr 2019. Die Mehrheit der Unterkünfte entfallen auf Ferienwohnungen, während Hotels und Kurbetriebe die zweithäufigste Option darstellen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Ferienwohnungen beträgt erfreuliche 5,9 Tage, in Hotels und Kurbetrieben hingegen liegt diese bei nur 2 Tagen. Im Jahr 2023 konnten Ferienwohnungen 7,2 Millionen Übernachtungen verzeichnen, während die Hotels fast 42 Millionen Übernachtungen auf die Beine stellten.
Arbeitsmarktlage und statistische Erhebungen
Die Beschäftigtenzahl im Beherbergungsgewerbe ist ebenfalls gestiegen und liegt 2023 bei 78.500, über dem Vorkrisenniveau. Über die Hälfte dieser Mitarbeitenden ist in der Hotellerie tätig. Trotz der Verringerung der Beherbergungsbetriebe wachsen sowohl die Umsätze als auch die Gästezahlen. Dies verändert die Branche entscheidend. Das Bundesamt für Statistik bietet umfassende statistische Daten über das Beherbergungsgewerbe und das Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung, was einen wertvollen Einblick in die wirtschaftlichen Wirkungen des Tourismus in der Schweiz gewährt. Informationen dazu sammelt unter anderem auch die UN Tourism Statistics Database.
Wie sich zeigt, bietet der Schweizer Tourismus vielversprechende Perspektiven und entwickelt sich dynamisch weiter. Die Kombination aus internationalen Buchungen und einem starken Inlandstourismus legt ein solides Fundament für zukünftiges Wachstum. Und die Hotellerie? Die hat ein gutes Händchen, wenn es darum geht, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen.
Für weitere Informationen und Details zu den Statistiken können Sie die Berichte von Nau.ch, Statista und Schweizer Tourismus-Verband konsultieren.



