Die Schweizer Hotellerie kennt keinen Stillstand und meldet im Jahr 2023 einen erfreulichen Anstieg der Logiernächte. Im Juni verzeichnete der Sektor 1,6 Prozent mehr Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Dieser positive Trend aus den Vormonaten ist vor allem den Schweizer Gästen zu verdanken, die um 2,5 Prozent aktiver geworden sind und damit einen bedeutenden Beitrag zum Wachstum leisten. Aber auch internationale Besucher tragen zum Erfolg bei, so hatten die Übernachtungen aus dem Ausland einen Zuwachs von 1,0 Prozent zu verzeichnen. Besonders erfreulich: Gäste aus Deutschland, dem größten Herkunftsmarkt, sorgten für einen Anstieg von 9,1 Prozent an Logiernächten. Bluewin berichtet, dass …
Und die Zahlen zeigen: Insgesamt wurden in Europa 2,4 Prozent mehr Übernachtungen gezählt. Auch Gäste aus Amerika sind verstärkt in der Schweiz unterwegs und haben ihre Übernachtungen um 5,4 Prozent erhöht. Besonders dabei ist, dass US-Touristen 4,3 Prozent mehr Logiernächte meldeten. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Asiatische Touristen, insbesondere aus den Golf-Staaten, verzeichnen einen Rückgang von 5,1 Prozent, wobei chinesische Gäste jedoch einen Anstieg von 6,1 Prozent vermeldeten.
Rekordzahlen in 2024
Die Prognosen für die nahe Zukunft sind vielversprechend. So erlebte die Schweizer Hotellerie im Jahr 2024 ein Rekordjahr mit nahezu 43 Millionen Gästen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,6 Prozent auf insgesamt 42,8 Millionen, was den vorherigen Rekord von 41,8 Millionen Logiernächten aus 2023 übertraf. Erstaunlicherweise stiegen die Übernachtungen ausländischer Gäste um 5,1 Prozent auf den höchsten Stand seit 50 Jahren: 22 Millionen Logiernächte. SRF notiert, dass …
Die Nachfrage aus den USA war der Haupttreiber dieses Wachstums, was sich in über drei Viertel der zusätzlichen Logiernächte niederschlug. Während die europäische Nachfrage durch den starken Schweizer Franken und eine wenig dynamische Konjunktur etwas stagnierte, nahm die Nachfrage aus Asien, insbesondere aus China und Indien, ebenfalls zu, blieb jedoch hinter dem Vor-Corona-Niveau zurück. Dennoch bleibt die inländische Nachfrage stabil mit 20,9 Millionen Logiernächten, ähnlich wie im Vorjahr.
Entwicklungen und Ausblick
Neun der dreizehn Tourismusregionen in der Schweiz konnten von diesem Wachstumsprozess profitieren. Die Region Zürich führte mit einem absoluten Zuwachs von 4,9 Prozent, gefolgt von Genf, wo die Logiernächte um 6,6 Prozent anstiegen. In sechs der dreizehn Regionen wurden die meisten Logiernächte seit über 30 Jahren gezählt. Diese Erfolge wurden vom Schweizer Tourismus positiv hervorgehoben, jedoch wird auch betont, dass man sich gegen die globale Konkurrenz behaupten muss. Die Organisation plant daher, den Ganzjahrestourismus zu fördern und nachhaltig attraktive Angebote zu gestalten.
Für diejenigen, die mit Zahlen und Daten arbeiten, sei erwähnt, dass das Bundesamt für Statistik nicht nur die Beherbergungsstatistiken erhebt, sondern auch Umfragen zum Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung durchführt. Der jährliche Tourismus Monitor Schweiz ist der größte Gästebefragung, mit einem klaren Fokus auf den Übernachtungstourismus im Freizeitbereich. Darüber hinaus werden die KOF Tourismusprognosen regelmäßig aktualisiert und bieten spannende Einblicke in die Logiernächte sowie die wichtigsten Herkunftsländer. Der Schweizer Tourismus-Verband erklärt …



