Die Schweizer Hotellerie kann auf einen beeindruckenden Anstieg der Übernachtungen zurückblicken. Laut htr.ch verzeichnete die Branche im Juni 2024 ein Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist, dass Schweizer Gäste einen Zuwachs von 1,8 Prozent zu diesem positiven Trend beigetragen haben, während internationale Reisende mit einem Anstieg von 0,7 Prozent ebenfalls zur Steigerung der Logiernächte beigetragen haben.
Insgesamt wurden von Januar bis Mai 2024 etwa 16 Millionen Übernachtungen gezählt, was einem Anstieg von 1,2 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 entspricht. Das klingt vielversprechend, da die Hotellerie anstrebt, die Logiernächtezahl des Vorjahres von 42,8 Millionen zu übertreffen.
Ein Rekordjahr für die Branche
Ein Blick auf das gesamte Jahr 2024 zeigt, dass die Schweizer Hotellerie ein Rekordjahr mit fast 43 Millionen Gästen erlebt hat. Laut srf.ch stiegen die Übernachtungen um 2,6 Prozent auf insgesamt 42,8 Millionen. Dies übertrifft den vorherigen Rekord von 41,8 Millionen, der im Jahr 2023 verzeichnet wurde, und hebt sich damit von der globalen Konkurrenz ab.
Besonders die Nachfrage internationaler Gäste zeigt beeindruckende Zahlen: Sie stieg um 5,1 Prozent auf 22 Millionen Logiernächte, der höchste Stand seit 50 Jahren. Während viele europäische Länder durch einen starken Schweizer Franken und eine verhaltene Konjunktur kämpfen, bleibt die Nachfrage aus den USA eine treibende Kraft hinter dem Wachstum, und auch Asien, vor allem China und Indien, zeigt einen Anstieg, wenn auch nicht auf dem Niveau vor der Pandemie.
Regionale Unterschiede und Trends
Dabei profitieren neun der dreizehn Tourismusregionen vom Gästewachstum. Die Region Zürich verzeichnete den größten absoluten Zuwachs mit 4,9 Prozent, gefolgt von Genf, das sogar ein Wachstum von 6,6 Prozent verzeichnen konnte. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass in Regionen wie Zürich, Bern, Luzern und Genf die höchsten Logiernächtezahlen gemessen wurden.
Schweiz Tourismus zeigt sich optimistisch bezüglich der positiven Entwicklung, warnt jedoch, dass man sich gegen die globale Konkurrenz behaupten muss. Das blickt in die Zukunft und plant, den Ganzjahrestourismus zu fördern, die Gästeströme besser zu lenken und nachhaltige Angebote zu unterstützen.
Statistiken als Grundlage für Entscheidungen
Um die Entwicklungen weiter zu beobachten, erhebt das Bundesamt für Statistik umfassende touristische Statistiken, die auch die Beherbergungs- und Parahotelleriestatistik umfassen. Gerade die Publikation „Schweizer Tourismus in Zahlen“ bietet wertvolle Daten, die für viele Entscheidungsträger in der Hotellerie wichtig sind. Weitere Informationen finden sich im Schweizer Tourismus-Verband, der die wichtigsten Kennzahlen sowie Analysen bereithält.
Die Zahlen sprechen für sich – die Schweizer Hotellerie ist im Aufwind! Nun bleibt abzuwarten, wie die Branche ihre Strategien anpassen wird, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.



