Gestern war ein ganz besonderer Tag im Maritim-Hotel in Fulda – über 300 Frauen, darunter 225 Delegierte, trafen sich zur Delegiertenversammlung von Soroptimist International Deutschland (SID). Die Atmosphäre war elektrisierend, und man konnte förmlich spüren, wie die Energie der etwa 7.000 Mitglieder, die diese Organisation repräsentiert, durch den Raum strömte. Präsidentin Susanne Bolduan eröffnete das Treffen mit herzlichen Worten und begrüßte unter den Gästen auch den parlamentarischen Staatssekretär Michael Brand sowie die Landtagsabgeordnete Stephanie Klee. Das Thema der Versammlung? Gleichberechtigung, Demokratie und Nachhaltigkeit – alles wichtige Punkte, die nicht nur in Deutschland, sondern weltweit von Bedeutung sind.

Eines der zentralen Anliegen von Bolduan war es, die Herausforderungen hervorzuheben, mit denen Frauenrechte in Zeiten nationaler und internationaler Konflikte konfrontiert sind. Ihr Appell, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema „Wasser ist Leben“ zu lenken, ließ niemanden unberührt. Die Organisation unterstützt außerdem die Petition „Parität jetzt“, die sich für eine gleichberechtigte Besetzung des Deutschen Bundestags starkmacht. Ein weiterer spannender Punkt war die Wahl der Präsidentin für die Amtszeit 2028/29, bei der sich Susann Barge-Marxen und Dr. Susanne Becker von Dadelsen zur Wahl stellten.

Engagement und Verantwortung

Die Soroptimistinnen sind nicht nur eine Gruppe von Frauen, die sich treffen, um über Gleichberechtigung zu sprechen. Sie sind eine der größten Organisationen berufstätiger Frauen mit einem klaren gesellschaftspolitischen Engagement und UN-Konsultativstatus. Mit einer Vision, die darauf abzielt, dass Frauen und Mädchen ihr Potenzial ausschöpfen und gleichberechtigt an Gemeinschaften mitwirken können, setzen sie sich weltweit für die Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung ein, insbesondere für das Ziel Nr. 5: Geschlechtergleichheit.

  • Stärkung der Stellung der Frau in der Gesellschaft
  • Hohe ethische Standards
  • Menschenrechte für alle
  • Förderung internationaler Verständigung, Freundschaft und Frieden

Die Organisation hat sich den Prinzipien der Gleichheit, Entwicklung und Frieden verschrieben und arbeitet strategisch daran, die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen durch Bildung, Empowerment und Chancengleichheit zu verbessern. Dabei haben sie auch die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie den Zugang zu Gesundheitsversorgung und gesicherter Ernährung im Blick.

Ein Blick in die Zukunft

Doch trotz all dieser Bemühungen bleibt die Weltgemeinschaft weit davon entfernt, die Gleichstellung der Geschlechter bis 2030 zu erreichen. Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert, und die Last der unbezahlten Hausarbeit und Pflegearbeit liegt überwiegend auf ihren Schultern. Komischerweise verbringen Frauen im Schnitt zweieinhalb Mal so viel Zeit mit diesen Aufgaben wie Männer – das sagt schon einiges über die gesellschaftlichen Strukturen aus.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen sind enorm: Viele Mädchen und Frauen können ihr Selbstbestimmungsrecht über sexuelle und reproduktive Gesundheit nicht ausüben, und Gewalt gegen Frauen bleibt ein anhaltendes Problem. Es ist klar, dass ein starker politischer Wille und umfassende Reformen notwendig sind, um diskriminierende soziale Normen und Rechtsvorschriften abzubauen und die Ziele der UN-Agenda 2030 zu verwirklichen.

Die Delegiertenversammlung im Maritim-Hotel war nicht nur ein Treffen, sondern ein wahrhaftiger Aufbruch zu neuen Ufern. Es war ein Ort des Austauschs, des Lernens und der Inspiration – und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt für Frauen und Mädchen. Die Soroptimistinnen sind bereit, ihre Stimmen zu erheben und für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Und das ist erst der Anfang.