Heute, am 8. Oktober 2026, erreicht uns eine Nachricht, die nicht nur Kölner, sondern auch Karnevalisten und Hotelgäste in ganz Deutschland aufhorchen lässt: Das Pullman-Hotel an der Helenenstraße wird am 1. Dezember 2026 schließen. Ein echter Einschnitt für die Stadt und ihre traditionsreichen Feierlichkeiten! 47 Jahre lang war dieses Hotel die Hofburg des Kölner Dreigestirns, ein Ort, der für viele untrennbar mit dem Karneval verbunden ist.

Die Nachricht kam im Januar an mehrere Präsidenten von Karnevalsgesellschaften – eine schockierende Mitteilung, die viele in der Szene überrascht hat. Letztendlich ist der Pachtvertrag am 31. Dezember 2026 beendet, und der schwedische Investor Pandox, der das Hotel im Frühjahr 2025 für rund 66 Millionen Euro erworben hat, hat noch keine konkreten Pläne für die Zukunft des Gebäudes veröffentlicht. Was mit dieser traditionsreichen Immobilie nach der Schließung geschehen wird, ist ungewiss. Pandox besitzt bereits drei weitere Hotels in Köln, jedoch ohne Bezug zum Karneval.

Ein beliebter Veranstaltungsort

Das Pullman-Hotel bot nicht nur 275 Zimmer, sondern auch große Veranstaltungssäle und Bars, die für bis zu 900 Gäste Platz boten. Ein idealer Ort für den Sitzungskarneval, wo bis zu 30 Veranstaltungen pro Session stattfanden. So müssen Gesellschaften wie die Treue Husar und die Nippeser Bürgerwehr nun kurzfristig umplanen, da sie ihre Prunk- und Kostümsitzungen nicht mehr dort abhalten können. Das sorgt für viel Unsicherheit – geschätzte 400 Künstlerbuchungen für die kommende Session sind durch die Schließung gefährdet! Das ist schon ziemlich bitter für alle Beteiligten.

Die letzte große Veranstaltung im Pullman könnte der „Ball Raderdoll“ am 11. November sein. Ein passender Abschied, könnte man sagen, aber auch ein schwerer Verlust für die Karnevalsgemeinschaft, die sich auf all die Traditionen und Feiern verlassen hat, die hier stattfanden. Michael Gerhold, der letzte Prinz, der im Pullman residierte, wird wohl auch an die vielen schönen Erinnerungen denken – bevor er 2019 ins Dorint am Heumarkt zog.

Insolvenz und Folgen für die Hotellandschaft

Die Schließung des Pullman-Hotels ist nicht die einzige schlechte Nachricht. Die Revo-Hotelgruppe meldete Anfang des Jahres Insolvenz an, und von 178 betroffenen Hotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden wurden 154 verkauft – 15 mussten schließen, darunter das Mercure City in der Friesenstraße und das Centro Hotel Arde. Das Mercure Hotel hatte 103 Zimmer und vier Tagungsräume, die nun ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Situation ist angespannt, und die Hotellandschaft in vielen Städten ist im Umbruch.

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Ein paar Hotels werden unter neuer Führung und neuem Namen weiterbetrieben, wie etwa das Boutique 003 am Dom, das jetzt als Central Hotel firmiert. Das H+-Hotel in Hürth und Brühl hat einen neuen Besitzer, den indischen Hotelkonzern Prism, und heißt jetzt Sunday Hotel. In Mönchengladbach wurde das H4-Hotel von den israelischen „Brown Hotels“ übernommen. Doch über die Auswirkungen auf die Mitarbeiter dieser Einrichtungen gibt es keine gesicherten Informationen – das bleibt abzuwarten.

Die Radeberger Gruppe, die bisher als Bierlieferant des Pullman-Hotels fungierte, befürchtet ebenfalls Konsequenzen durch die Schließung. Die gesamte Situation ist ein düsteres Bild für die Hotellerie und die Veranstaltungsbranche in Köln und darüber hinaus. So bleibt nur zu hoffen, dass sich die Dinge bald zum Positiven wenden – für alle, die an diesem Ort viele schöne Momente erlebt haben und noch erleben möchten.