Heute ist der 23.10.2026 und wir haben Neuigkeiten, die uns im Hotelmanagement ganz schön ins Schwitzen bringen. Ein massives Datenleck hat mehr als 350 Unterkünfte weltweit betroffen, darunter auch 49 Hotels und Pensionen in Deutschland. Das ist mehr als in jedem anderen untersuchten Land! Die Sicherheitsforscher von Norton haben herausgefunden, dass kleine Pensionen, Ferienwohnungen und größere Hotels ins Visier von Kriminellen geraten sind. Diese verwenden echte Buchungsdaten, um täuschend echte Zahlungsaufforderungen zu verschicken – eine Masche, die als „Reservation Hijacking“ oder Buchungs-Kaperung bekannt ist. Die betroffenen Gäste denken, sie kommunizieren mit ihrem Hotel oder Booking.com und könnten so unwissentlich Geld an Betrüger überweisen. Da wird einem ja ganz anders!

Das Ganze ist nicht nur ein lokales Problem. Laut Norton sind die Angriffe schon bei Ferienwohnungen aufgefallen, die über Airbnb angeboten wurden. Zunächst war unklar, wie die Täter an die sensiblen Daten gelangten, doch Booking.com hat im April 2026 Kunden über unbefugte Zugriffe auf Buchungsinformationen informiert. Dabei könnten Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Buchungsdetails betroffen sein. Die Forscher haben 49 deutsche Unterkünfte durch die Analyse von Phishing-Nachrichten und betrügerischen Websites identifiziert. Da fragt man sich doch, wie sicher unsere Daten wirklich sind!

Die Rolle von Booking.com

Und es wird noch spannender! Die EU-Regulierer haben eine Untersuchung gegen Booking.com eingeleitet. Der Vorwurf? Verbraucher wurden nicht ausreichend vor gefälschten Unterkünften und Betrugsversuchen geschützt. Ein Vertreter der EU-Kommission bezeichnete das Vorgehen von Booking.com als „absolut unzureichend“. Das Unternehmen muss sich jetzt fragen lassen, ob es die Risiken systematisch bewertet und wirksam gegen Betrug vorgeht. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) könnte es heftige Strafen geben – bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes! Das könnte ordentlich ins Geld gehen.

Die Kommission wird auch prüfen, ob möglicherweise gegen Regeln zur Werbetransparenz verstoßen wurde. Das ist besonders brisant, wenn man bedenkt, dass bezahlte, hervorgehobene Angebote möglicherweise nicht klar als Werbung gekennzeichnet wurden. Auch die Recherchen der britischen Verbraucherorganisation Which? haben dazu beigetragen, dass diese Untersuchung ins Rollen kam. Die haben ein gefälschtes Angebot für einen Aufenthalt in 10 Downing Street erstellt und tatsächlich Zahlungen dafür entgegengenommen. Da fragt man sich, wie viele Menschen noch in einen solchen Betrug tappen!

Die deutschen Betroffenen

In Deutschland haben mehrere Hotelbetriebe und Software-Anbieter zuletzt eigene Sicherheitsvorfälle gemeldet. Das Hotelsoftware-Dienstleister des Stiftung Bahn-Sozialwerks hat im September über 800.000 Reservierungen und fast 200.000 Kundenprofile als betroffen genannt. Das James Hotel in Flensburg und das Garden Hotel Krefeld haben ebenfalls ihre Gäste vor möglichen Risiken gewarnt. Komischerweise hat AMANO Hotels im Juni 2026 einen Cyberangriff gemeldet, bei dem Reservierungsdaten abgeflossen sind. Ein echter Schock für alle Beteiligten!

Norton warnt zudem, dass private Vermieter Angriffe möglicherweise gar nicht bemerkt oder nicht öffentlich gemacht haben. Das zeigt, wie tief das Problem eigentlich steckt. Die EU hat die Erkenntnisse an Europol übergeben, die die Informationen an die zuständigen Behörden in den betroffenen Ländern weiterleiten und die Ermittlungen koordinieren sollen. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber die Frage bleibt: Wie sicher sind unsere Buchungen wirklich?

Zusammenfassend bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten aus dieser Situation lernen und die nötigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Die Reisenden müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Daten sicher sind und sie nicht Opfer von Betrügern werden. Wie heißt es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – und das gilt umso mehr in der digitalen Welt!