Die Welt des Hoteldesigns steht vor einem spannenden Umbruch, der besonders durch das Engagement von Andreas Bohlender als Director Hospitality im interdisziplinären Gestaltungsstudio Ippolito Fleitz in Stuttgart geprägt wird. Laut Top Hotel ist das Studio in Berlin und Shanghai ebenfalls aktiv und verstärkt seinen Fokus auf die Hotellerie. Bohlender, der umfangreiche Erfahrungen bei Design Hotels und internationalen Größen wie Starwood und Rocco Forte Hotels mitbringt, wird das kreative Potenzial des Studios weiter entfalten.
Die Philosophie von Ippolito Fleitz sieht Hotels als lebendige Orte, an denen Begegnungen und Austausch im Mittelpunkt stehen. „Hier geht es nicht nur um Architektur, sondern um eine umfassende Identität, die aus Raumgestaltung, Service und Erzählungen entsteht“, betont Bohlender. Um diese Identität zu schaffen, beginnt die Zusammenarbeit mit Eigentümern und Betreibern frühzeitig, was laut Bohlender für den Erfolg eines jeden Projektes entscheidend ist.
Nachhaltigkeit und Flexibilität als Schlüsselfaktoren
Ein weiteres zentrales Thema der aktuellen Hotelgebäudeplanung ist die Flexibilität in der Raumnutzung. Flexibel gestaltbare Zimmerlayouts und öffentliche Bereiche sind entscheidend, um den ständig wechselnden Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden. Parallel dazu wird der Aspekt der Nachhaltigkeit immer wichtiger. Der bewusste Umgang mit Ressourcen und der Einsatz nachhaltiger Materialien sind nicht nur zeitgemäß, sondern auch ethische Imperative in der heutigen Hotelbranche.
Laut Perkins Eastman profitieren insbesondere mittelgroße Städte wie Cleveland oder Detroit von der Transformation bestehender Immobilien. Hier bieten sich nicht nur niedrigere Entwicklungskosten, sondern auch die Chance, historische Gebäude in ein modernes Hoteldesign zu integrieren. Solche innovativen Ansätze helfen, vernachlässigte Stadtteile zu revitalisieren und kulturelle Identitäten zu stärken.
Adaptive Wiederverwendung: Die Zukunft des Hotelbaus
Adaptive Wiederverwendung, oder auch „Adaptive Reuse“, wird zunehmend als ein Schlüssel zur Schaffung attraktiver Hotelkonzepte angesehen. Historische Fassaden und kunstvolle Details können dabei mit modernen Elementen kombiniert werden, um neue und unvergessliche Gästeerlebnisse zu schaffen. Ein Beispiel ist der gläserne Aufzug an einem Hotel, der nicht nur Funktion hat, sondern auch als architektonisches Highlight dient. Diese mutigen Ergänzungen beleben Nachbarschaften und verwandeln sie in lebendige Zentren für soziale Interaktionen.
Die Philosophie der adaptiven Wiederverwendung ist nicht nur ein Verfahren, sondern vielmehr eine Denkweise. Es geht darum, Geschichte und Innovation in Einklang zu bringen und dabei intelligente, nachhaltige sowie einprägsame Hotels zu gestalten. Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz bietet die Revitalisierung des Old Selamet Hotels in Trabzon, welches seine kulturellen Wurzeln auf beeindruckende Weise mit einem frischen Design verbindet, wie in Untersuchungen zur Refunctionalization von historischen Gebäuden skizziert.
Bohlender und sein Team bei Ippolito Fleitz setzen somit neue Standards. Mit ihren Projekten wie der Erweiterung des Alemannenhofs am Titisee oder dem Fünfsterne-Haus Juntels Art Hotel in Zhoushan, China, zeigen sie, wie wichtig die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft ist – und dass leerstehende Immobilien weit mehr als nur Herausforderungen bieten, sondern auch Chancen, um einzigartige Hotelkonzepte zu entwickeln.