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Ein neues Kapitel für Inklusion in der Gastronomie wird in Oberursel aufgeschlagen. Das Caffè „Coffee, Brownies & Downies“, gegründet von Max Luscher, former CEO von B&B Hotels, und Roland Braza, Geschäftsführer von Taunus Gin, hat kürzlich im August sein Soft Opening gefeiert. Ziel dieses einzigartigen Arbeitsprojekts ist es, Menschen mit Schwerbehinderung den Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt zu erleichtern. Laut Top Hotel wurden bereits zehn Mitarbeitende mit Schwerbehinderung angestellt, die gemeinsam mit weiteren Kollegen ohne Beeinträchtigungen daran arbeiten, eine inklusive und einladende Atmosphäre zu schaffen.

Das Café bietet Platz für bis zu 80 Gäste im Innenbereich und 40 im Außenbereich und setzt auf eine digital unterstützte Bedienung. Momentan wird ein reduziertes Speisenangebot bereitgestellt, während der reguläre Betrieb im Laufe des Monats anläuft. Die Resonanz auf die Stellenanzeigen war überwältigend: Rund 100 Bewerbungen sind eingegangen. Die Gründer haben die umfangreichen Renovierungsarbeiten selbst durchgeführt, was den persönlichen Charakter des Cafés unterstreicht. Die Wahl des Namens „Downies“ symbolisiert nicht nur Menschen mit Down-Syndrom, sondern soll allgemein für die Sichtbarkeit aller Menschen mit Schwerbehinderung stehen. Die bpb berichtet, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt nach wie vor herausfordernd ist, da die Arbeitslosigkeit unter dieser Gruppe deutlich höher ist als unter Erwerbsfähigen ohne Behinderung.

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Die Herausforderung der Inklusion

Aktuelle Statistiken zeigen, dass in Deutschland 7,9 Millionen Menschen mit anerkanntem Schwerbehindertenstatus leben, von denen 3,1 Millionen im erwerbsfähigen Alter sind. Die Arbeitsmarktsituation ist dabei sehr differenziert. Junge Menschen mit Behinderungen haben es oft schwer, einen Job zu finden. Ein großer Anteil von Personen mit Behinderung erwirbt diese im Laufe ihres Lebens, häufig infolge von Krankheiten. Das Inklusionscafé von Luscher und Braza setzt genau hier an und möchte mit seinem Konzept für Integration und Sichtbarkeit sorgen.

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Laut dem Inklusionsbarometer von Aktion Mensch hat sich die Situation für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt im Jahr 2023 sogar verschlechtert. Es wurden steigende Arbeitslosenzahlen und eine höhere Arbeitslosenquote festgestellt. Zudem erfüllen immer weniger Unternehmen die gesetzliche Pflicht zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig Projekte wie das Café sind, die nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Schwerbehinderung schärfen.

Ein Blick in die Zukunft

Zukünftig plant das Café eine deutschlandweite Expansion als Franchise-Lösung. Dies könnte dazu beitragen, dass noch mehr Menschen mit Schwerbehinderung in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Die Gründer sehen hier einen großen Bedarf an Inklusionsprojekten in der freien Wirtschaft, um eine gerechtere Gesellschaft zu fördern. Außerdem wurde Max Luscher für den Green Monarch Award in der Kategorie Personality nominiert, was seinen Einsatz für Inklusion und Nachhaltigkeit unterstreicht.

Die Entwicklung von „Coffee, Brownies & Downies“ könnte ein wichtiger Schritt sein, um das Bewusstsein für die Inklusion in der Gastronomie zu schärfen und mehr Menschen mit widerständigen Lebensgeschichten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Ganz nach dem Motto: Jeder Mensch hat etwas zu bieten!