Heute ist der 19.09.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation in München, wo man zur Wiesn, dem berühmten Oktoberfest, noch immer freie Hotelzimmer findet. Das hat es früher so nicht gegeben! Normalerweise waren die Hotels zur Wiesn ausgebucht bis unter das Dach. Die Abendzeitung berichtet, dass diese Umstände eher ungewöhnlich sind.

Die Gründe sind vielfältig, aber einer der Hauptfaktoren ist die enorme Zunahme an Hotelkapazitäten in München. Christian Schottenhamel, der Dehoga-Kreisvorstand, weist darauf hin, dass seit der Corona-Pandemie etwa 10.000 zusätzliche Hotelbetten in der Stadt entstanden sind. Man könnte fast sagen, die Stadt hat sich ein bisschen zu viel vorgenommen. Die Kapazitäten sind mittlerweile so groß, dass sie nur bei wirklich außergewöhnlichen Veranstaltungen vollständig genutzt werden – denken wir hier an die Adele-Konzerte 2024 oder die Bauma 2025, die sicherlich viele Gäste anziehen werden.

Wettbewerb und Überangebot

Doch was bedeutet das für die Wiesn-Gäste? Im Grunde genommen haben sie jetzt die Qual der Wahl! Man kann kurz vor dem Fest noch relativ problemlos nach einer Unterkunft suchen. Aber Achtung – das heißt nicht zwangsläufig, dass die Preise auch sinken. Hotels stehen unter enormem Druck, nicht nur durch die Überkapazität, sondern auch durch die Konkurrenz von Plattformen wie Airbnb oder Booking.com, die schätzungsweise bis zu 17.000 Betten anbieten. Schottenhamel hat dazu eine klare Meinung: Er wünscht sich, dass die Leute, die bei Airbnb mieten, auch die Hotels unterstützen.

Hier wird es interessant. Der Konflikt betrifft vor allem die Angebote, die dauerhaft als Ferienunterkünfte genutzt werden. Gelegentliche Untervermietungen sind zwar erlaubt, aber die kurzzeitige Vermietung von Wohnungen ist in München nur für begrenzte Zeit im Jahr gestattet, um den Wohnraum nicht zu zweckentfremden. Das führt zu einer doppelten Konkurrenzsituation für die Hotels: mehr klassische Zimmer und ein wachsendes Angebot außerhalb der Hotellerie. Schottenhamel bezeichnet die Lage gar als „extremes Überangebot“ an Hotelbetten. In ruhigeren Zeiten wird der Wettbewerb unter den Hotels besonders hart, was die Sache nicht einfacher macht.

Die Auswirkungen auf die Hotellerie

Die Situation hat also ganz klare Auswirkungen auf die Hotellerie in München. Während die Gäste von einem breiten Angebot profitieren, müssen die Hotels kreative Lösungen finden, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Das könnte durch besondere Angebote, bessere Kundenbindung oder innovative Services geschehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Markt weiterentwickelt, aber eines ist sicher: Die Wiesn und ihre Gäste stehen im Mittelpunkt dieses spannenden Schauspiels!