Caroline Beteta: Neue Impulse für den amerikanischen Tourismus
Die Reisebranche hat einen neuen Stern am Führungshimmel: Caroline Beteta, die langjährige Präsidentin und CEO von Visit California, wurde mit Wirkung zum 9. November 2026 zur Interims-Präsidentin und CEO von Brand USA ernannt. Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze von Visit California, wo sie von Januar 1998 bis September 2026 gedient hat, verabschiedet sich Beteta in den Ruhestand, um eine neue Herausforderung anzunehmen.
Beteta bringt eine beeindruckende Palette an Erfahrungen und Fähigkeiten mit. Ihre Verbindung zu Brand USA reicht bis in die Gründungsjahre der Organisation zurück. Sie war nicht nur national Vorsitzende der U.S. Travel Association, sondern trug auch aktiv zur Gründung von Brand USA bei. Ihre Amtszeit bei Visit California war geprägt von innovativen Maßnahmen wie dem ersten Assessment-Programm für Tourismus in den USA und der Eröffnung internationaler Niederlassungen. Außerdem hat sie die Branche durch zahlreiche Krisen navigiert – von Waldbränden über wirtschaftliche Rückschläge bis hin zur COVID-19-Pandemie.
Ein Blick auf die Herausforderung
Nun tritt sie die Nachfolge von Fred Dixon an, der Brand USA am 13. November verlässt, um als Präsident und CEO von NYC Tourism + Conventions nach New York City zurückzukehren. Dixon hat in der Zeit seiner Amtszeit viel für die Organisation geleistet, und es wird spannend sein zu sehen, wie Beteta den Kurs fortsetzen und neue Impulse setzen wird.
Die Herausforderungen, die auf Beteta warten, sind nicht zu unterschätzen. Der Tourismus in den USA, einem der größten Reise- und Wirtschaftssektoren weltweit, zeigt sich in einem gemischten Bild. Die aktuellen Statistiken bis 2026 deuten auf einen stabilen Inlandsreiseverkehr hin, während der internationale Tourismus unter Druck steht. Die Anzahl internationaler Besucher wird für 2025 auf rund 68 Millionen geschätzt – ein Rückgang von etwa 5–6 % im Vergleich zum Vorjahr. Frühindikatoren zeigen, dass die Einreisen aus wichtigen Herkunftsländern weiterhin schwach bleiben.
Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus
Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in den USA ist enorm. Über 15 Millionen Arbeitsplätze werden durch diesen Sektor unterstützt, und die jährlichen Einnahmen belaufen sich auf Milliarden Dollar. Besonders in Städten wie New York, Miami und Las Vegas sind internationale Gäste von unschätzbarem Wert. Der Rückgang der internationalen Besucher hat spürbare Auswirkungen auf Hotels, Fluggesellschaften und die gesamte Gastronomie sowie die Freizeit- und Eventbranche.
Politische und wirtschaftliche Faktoren spielen eine entscheidende Rolle in dieser Entwicklung. Strengere Einreise- und Visaanforderungen sowie hohe Reisekosten in den USA tragen dazu bei, dass Reisende sich zunehmend anderen Zielen in Europa oder Asien zuwenden. Länder wie Frankreich und Spanien erleben einen Aufschwung im Tourismus, während die USA Schwierigkeiten haben, mit diesen Trends Schritt zu halten.
Mit Beteta an der Spitze von Brand USA wird es interessant sein zu beobachten, wie die Organisation auf diese Herausforderungen reagiert. Ihr umfangreicher Erfahrungshorizont könnte der Schlüssel sein, um die amerikanische Tourismusbranche wieder auf die Beine zu bringen. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Ideen und Strategien sie einbringen wird, um die USA wieder als attraktives Reiseziel zu positionieren und den internationalen Tourismus anzukurbeln.
