Die Reisebranche in der Schweiz steht vor einer spannenden, aber auch herausfordernden Zeit. Gerade erst haben im August 2026 79 Jugendliche ihre Ausbildung in der Branche gestartet, und das ist in vielerlei Hinsicht ein Lichtblick. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass 14 der neuen Auszubildenden aus der Westschweiz stammen und 39 von ihnen ihre Lehre bei Dertour Suisse beginnen. Das sind immerhin 39 junge Talente, die in eine Branche eintreten, die dringend frischen Wind braucht! Dominique Mall, seit Anfang 2025 Head of Young Talents bei Dertour, hat da einiges zu tun. Sie weiß, wie wichtig die Ausbildung von Nachwuchskräften ist, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Doch die Zahlen sind nicht immer so rosig. Der Schweizer Reise-Verband (SRV) hat festgestellt, dass die Branche mit rückläufigen Ausbildungszahlen zu kämpfen hat. Ein Blick zurück: 2021 wurden nur 38 Lehrverträge abgeschlossen – das ist ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu über 200 im Jahr 2005. Im Jahr 2026 haben nur 75 Jugendliche eine Ausbildung in der Reisebranche begonnen, und für 2027 werden ebenfalls nur 76 Lernende prognostiziert. Besonders in der Westschweiz wird die Lage als herausfordernd eingeschätzt. Von den erwarteten Lernenden in dieser Region sollen nur 13 kommen.

Die Rolle von Dertour Suisse

Dertour Suisse hat sich jedoch als ein stabiler Partner in dieser turbulenten Zeit etabliert. Bis Juli 2026 waren bereits 146 Lernende bei Dertour in Ausbildung, und nach dem Ausbildungsstart im August sind es jetzt 129. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass rund 60% der Lernenden nach ihrem Abschluss im Unternehmen bleiben. Das spricht für eine gute und nachhaltige Ausbildung. Die Integration von Erfahrungen und Wissen – besonders nach der Übernahme von Hotelplan – soll den jungen Talenten Kontinuität bieten und ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die Ausbildung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sie ist vielseitiger und digitaler geworden. Digitale Kompetenzen sind heute gefragter denn je! Lernende müssen sich mit neuen Technologien auseinandersetzen, digitale Anwendungen nutzen und deren Ergebnisse kritisch bewerten. Das bedeutet, dass der persönliche Kontakt zu Kunden nicht verloren geht, sondern vielmehr ergänzt wird. Schließlich will man ja nicht nur mit einem Algorithmus kommunizieren, sondern auch das menschliche Element bewahren.

Digitale Herausforderungen und Chancen

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Die Reisebranche befindet sich an einem Wendepunkt. Es gibt kreative Ansätze, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, darunter ein Sharing-Modell, bei dem mehrere Reisebüros einen Lernenden gemeinsam ausbilden. Das klingt doch nach einer guten Idee, oder? Doch die Umsetzung bringt praktische Herausforderungen mit sich, wie fehlende personelle Ressourcen und Platzmangel. Philipp Niederberger, Direktor des Schweizer Tourismus-Verbandes, hat bereits betont, dass Quereinsteiger eine wichtige Rolle spielen könnten, um die Lücken zu füllen.

Insgesamt wird die Zukunft der Reisebranche stark davon abhängen, wie gut es gelingt, junge Talente auszubilden und sie für die Herausforderungen der digitalen Welt zu wappnen. Die Maßnahmen des SRV, darunter auch eine Informations-Offensive für kleinere und mittlere Reisebüros, könnten da entscheidend sein. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt. Die Hoffnung bleibt: Vielleicht sind die nächsten Jahre ja der Wendepunkt, den die Branche dringend braucht!