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Die neue Kampagne von ECPAT Deutschland e.V. hat das Ziel, Reisende für die Rechte von Kindern zu sensibilisieren und die Gefahren sexualisierter Gewalt im Tourismussektor ins Rampenlicht zu rücken. Heute, am 10. August 2025, startet die dreimonatige Aufklärungskampagne unter dem eindringlichen Motto: „Nicht-Wegsehen! Anzeichen erkennen! Vorfall melden!“ Diese Initiative kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismussektor ein ernstes Problem bleibt.

Die Kampagne wird in Kooperation mit bedeutenden Partnern wie der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt durchgeführt. Antje Monshausen von ECPAT Deutschland e.V. hebt hervor, dass Kinderschutz nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland von höchster Bedeutung ist. Auch Sabrina Krenzler von der ProPK betont, dass Täter aus Deutschland im Ausland zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

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Reisende in der Verantwortung

Im Rahmen der Kampagne wird eine plakatierte Informationsoffensive an großen Flughäfen und ausgewählten Bahnhöfen initiiert, um Reisende aktiv anzusprechen und zu sensibilisieren. Eine wichtige Bühne für diese Aktionen ist auch die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net, die vertrauliche Hinweise auf Fälle von sexueller Gewalt und Ausbeutung ermöglicht. Hinweise können anonym abgegeben und an das Bundeskriminalamt oder ECPAT übermittelt werden.

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Die Unterstützung der Kampagne durch Reiseunternehmen wie atambo tours, der DERTOUR Group sowie der TUI AG zeigt die gemeinsame Verantwortung der Branche. Alle beteiligten Partner haben den internationalen Kinderschutzkodex „The Code“ unterzeichnet, was auf ihr Engagement für die Sicherheit von Kindern weltweit hinweist.

Ein globales Problem

Doch die Aktivitäten von ECPAT sind nur ein Teil eines viel größeren Problems. Millionen von Minderjährigen sind im formellen und informellen Sektor des Tourismus beschäftigt. Sie arbeiten oft in prekären Verhältnissen, beispielsweise als Reinigungskräfte, Kofferträger oder Kellner. In vielen Fällen werden Kinder gezielt in touristische Regionen gebracht, um dort Betteln oder Diebstähle zu begehen. Dies verdeutlicht, dass sexuelle Ausbeutung eine besonders gravierende Form ausbeuterischer Kinderarbeit darstellt.

  • 2015 waren laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit rund 1,8 Millionen Kinder von sexueller Ausbeutung betroffen.
  • In Kambodscha werden drei Viertel der sexualisierten Übergriffe im Tourismussektor von nationalen Reisenden verübt.

Die COVID-19-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft. Es wird befürchtet, dass das Risiko sexueller Ausbeutung von Kindern ansteigt, da viele Kinderschutzmaßnahmen in den Hintergrund gedrängt wurden. Laut dem philippinischen Justizministerium gab es im Jahr 2020 einen Anstieg um 265 Prozent bei den Meldungen zu sexuellem Missbrauch an Kindern.

Die zunehmende Digitalisierung und anonyme Reiseformen, wie etwa der Self-Check-In in Hotels, erschweren es, sexualisierte Gewalt und Kinderhandel aufzudecken. Hier ist nicht nur die Branche gefordert, sondern auch jeder Einzelne von uns. Der Aufruf ist klar: Sehen Sie nicht weg, seien Sie wachsam und handeln Sie! Gemeinsam können wir einen Beitrag zum Schutz von Kindern auf Reisen und im Tourismus leisten.

Diese Kampagne ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unterstützen Sie die Initiative von ECPAT Deutschland e.V. und informieren Sie sich am besten gleich über die Möglichkeiten zur Meldung von verdächtigen Aktivitäten.

Für weitere Informationen besuchen Sie: Nachrichten-KL, fvw oder fairunterwegs.