In der Welt des Reisens und der Touristenzahlen gibt es Neuigkeiten, die zum Nachdenken anregen. Die aktuelle Tourismusstudie zeigt, dass Deutschland in der EU beim Anteil des Gastgewerbes an der Bruttowertschöpfung den letzten Platz belegt. Mit lediglich 1,5 % ist der Beitrag des Gastgewerbes zur Wirtschaft verblüffend gering im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. So trägt Griechenland mit 7,1 %, Spanien mit 6,7 % und Kroatien mit 6,4 % erheblich mehr zum Wirtschaftswachstum bei.
Ein Blick auf die beliebtesten Reiseziele Europas macht deutlich, warum diese Zahlen alarmierend sind. So sind die Kanaren mit stolzen 95,6 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 die absoluten Spitzenreiter in der EU. Und auch die kroatische Adriaküste und Katalonien sind hoch im Kurs. Der Druck des Massentourismus ist dabei nicht zu unterschätzen, denn in beliebten Tourismusregionen, wie der Südlichen Ägäis, müssen Einheimische mit hohen Übernachtungszahlen und steigenden Mieten kämpfen. Dort gab es 2023 im Schnitt 117 Übernachtungen pro Einwohner – ein echter Hotspot!
Die Status Quo der deutschen Tourismuslandschaft
Was ist mit Deutschland los? Auch wenn unser Land viele charmante Ecken hat, kommt es in den internationalen Rankings nicht wirklich gut weg. Laut der Statistik von Destatis belegt Mecklenburg-Vorpommern die höchste Tourismusintensität in Deutschland mit 18 Übernachtungen pro Einwohner und rangiert damit auf Platz 17 in der EU. Zum Vergleich: Die Ionischen Inseln in Griechenland hatten etwa 98 Übernachtungen pro Einwohner, was die Attraktivität dieser Region deutlich hochhält.
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Oberbayern mit über 41,6 Millionen Übernachtungen als die meistbesuchte Region Deutschlands gilt und damit EU-weit auf dem 14. Platz landet. Während deutsche Regionen also in der Besuchsanalyse punkten, bleibt der wirtschaftliche Beitrag des Gastgewerbes nach wie vor niedrig.
Schlussfolgerungen für die Zukunft
Was bedeutet das für die Zukunft des deutschen Tourismus? Branchenkenner sind sich einig, dass Maßnahmen zur Förderung des Gastgewerbes und nachhaltiger Tourismus dringend notwendig sind. Die Tagesschau sorgt mit ihren Berichten für Aufklärung und macht auf die Herausforderungen aufmerksam, denen sich Städte und Gemeinden mit hohem Tourismusaufkommen gegenübersehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Deutschland an vielen Stellen noch untätig bleibt, während andere europäische Länder den Tourismus effektiver in ihre Wirtschaft integrieren. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten – aber eines ist sicher: Es gibt noch viel Potenzial für eine positive Entwicklung im Gastgewerbe!



