Rheinland-Pfalz im Aufschwung: Camping und Heimatliebe als neue Urlaubstrends 2025
Die Sommerferien 2025 haben in Rheinland-Pfalz ordentlich Schwung gebracht! Campingplätze sprießen wie Pilze aus dem Boden und verzeichnen einen Anstieg der Übernachtungen um satte 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Menschen entdecken ihr Heimatland neu und der Trend zum Urlaub in der eigenen Heimat hat sich seit der Corona-Zeit verstärkt. Wer hätte gedacht, dass der eigene Garten oder die malerische Natur vor der Haustür so verlockend sein können? Über 80 % der Gäste, die 2025 die wunderschöne Landschaft Rheinland-Pfalz besuchen, hatten ihren Wohnsitz in Deutschland. Das zeigt, dass die Deutschen ihre eigene Heimat inzwischen mehr schätzen als noch vor einigen Jahren.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Inlandsgästeankünfte stiegen um 2,4 % auf 7,2 Millionen, und die Übernachtungen nahmen um 2 % auf fast 18 Millionen zu. Auch die ausländischen Gäste sind nicht untätig geblieben, mit 1,7 Millionen Übernachtungen, was einen kleinen Anstieg von 0,4 % bedeutet. Allerdings mussten sie einen Rückgang von 1,6 % bei den Übernachtungen hinnehmen. Gereon Haumann, der Vorsitzende der DEHOGA Rheinland-Pfalz, äußert seinen vorsichtigen Optimismus für die Zukunft der Branche – ein Lichtblick nach den dunklen Zeiten der Corona-Krise.
Die besondere Situation im Ahrtal
Im Ahrtal, das nach der Flutkatastrophe stark gelitten hat, zeigen die Zahlen allerdings eine erfreuliche Entwicklung: Die Gäste- und Übernachtungszahlen stiegen 2025 um 16 % bzw. 15 %. Das ist ein deutliches Zeichen für die Erholung und den unermüdlichen Einsatz der Hoteliers und Gastronomiebetriebe in dieser Region. In der Tat hat sich das Bettenangebot im Ahrtal um 7 % auf 6.500 erhöht, was von 124 Betrieben bereitgestellt wird. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt ein Rückstand gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019: Die Gästezahlen sind immer noch 34 % und die Übernachtungen 35 % niedriger als damals. Es gibt also noch viel zu tun!
Camping ist besonders im Moment eine attraktive Urlaubsform, und das nicht nur wegen der Naturverbundenheit. Wolfdieter Faust, ein Betreiber eines Campingplatzes in der Region, hat einen wichtigen Punkt angesprochen: Es gibt einen Mangel an Campingplätzen in Rheinland-Pfalz. Er fordert mehr Genehmigungen und Standorte, um den wachsenden Bedürfnissen der Urlauber gerecht zu werden. Die aktuelle Sparneigung der Urlauber spielt hierbei eine entscheidende Rolle, denn viele suchen nach günstigeren Alternativen, um ihren Traumurlaub zu verwirklichen.
Die Grundlagen der Zahlen
Wie kommen all diese Zahlen eigentlich zustande? Nun, die monatliche Erhebung im Tourismus ist eine zentrale statistische Informationsquelle für den Inlandstourismus in Deutschland. Sie dient nicht nur der kurzfristigen Information über die konjunkturelle Entwicklung im Beherbergungsgewerbe, sondern ermöglicht auch tiefere Einblicke in die Struktur des Inlandstourismus. Die Erhebung betrachtet ausschließlich Betriebe mit einer bestimmten Mindestgröße und erfüllt damit auch die Datenlieferverpflichtungen gegenüber der EU. Die Ergebnisse sind sowohl für tourismuspolitische Entscheidungen als auch für infrastrukturelle Planungen von großer Bedeutung.
Die Beherbergungsstatistik ist eine wichtige Grundlage für die Tourismuswerbung und die Marktforschung. Und wenn man bedenkt, dass die Erhebung bereits seit 1992 besteht und die Ergebnisse ab diesem Jahr vergleichbar sind, bekommt man eine gute Vorstellung von den langfristigen Entwicklungen im Tourismus. Von Hotelleriebetrieben mit 25 und mehr Zimmern, über Ferienunterkünfte bis hin zu Campingplätzen – die Vielfalt ist enorm und zeigt, wie dynamisch dieser Bereich ist.
