Thüringen, das „Grüne Herz Deutschlands“, hat sich einiges vorgenommen! Eine neue Tourismusstrategie bis 2035 soll dafür sorgen, dass die Übernachtungszahlen um etwa 500.000 steigen. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John hat das ehrgeizige Ziel in Erfurt vorgestellt. In den letzten zehn Jahren gab es zwar einen leichten Anstieg der Gästezahlen von 3,7 auf 3,9 Millionen und die Übernachtungen stiegen von 9,8 auf 10 Millionen – aber das reicht nicht! Bundesweit haben sich die Zahlen um 15% bei Gästen und 14% bei Übernachtungen erhöht. Da muss Thüringen nachlegen.

Jedes Jahr besuchen rund 72,5 Millionen Tagesgäste das Bundesland, aber die Übernachtungszahlen könnten besser sein. Momentan bleibt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste bei etwa drei Tagen stehen. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität gibt es noch Defizite. Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, diese Lücken zu schließen. Das klingt alles ganz spannend, oder? Die Strategie sieht vor, dass künftige Buchungen stärker mit kulturellen Attraktionen, Sport- und Freizeitangeboten sowie regionaler Gastronomie verknüpft werden. Ein Perspektivwechsel hin zu einem touristischen Gesamterlebnis ist nötig!

Vielfältige Angebote und neue Konzepte

Ein wichtiges Element der neuen Strategie sind Gästekarten für verschiedene Regionen und ein integraler Taktfahrplan für den Regionalbusverkehr. Das soll den Urlaub in Thüringen noch angenehmer machen. „Urlaub aus der Perspektive der Gäste zu denken“, so beschreibt es Boos-John, ist eine zentrale Herausforderung. Die einzelnen Bausteine wie Buchung, Anreise, Unterkunft und Gastronomie müssen besser verknüpft werden. Das bedeutet, dass man künftig leichter zwischen den Angeboten zu Unterkünften, Kultur, Natur und Freizeit kombinieren kann. Irgendwie klingt das nach einem Traum für alle Reisenden!

Die Thüringer Tourismusmarketinggesellschaft (TTG) hat das „Drei-Ebenen-Modell“ für das touristische Marketing entwickelt, um die Organisation zu optimieren. Aufgaben des Landes, der Regionen und der Orte werden klar verteilt. Das Ziel: Synergien schaffen und Mittel bündeln. Die „Customer Journey“ – der ideale Weg des Gastes von der Inspiration bis zur Nachbereitung – steht dabei im Mittelpunkt. Wer könnte da nicht begeistert sein von der Aussicht auf einen durchdachten Urlaub?

Investitionen und Herausforderungen

Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Digitalisierung, Fachkräftemangel und die veränderten Reisegewohnheiten der Menschen fordern die Branche heraus. Im ersten Halbjahr 2023 gab es trotz aller Bemühungen mit 4,6 Millionen Übernachtungen keinen Aufwärtstrend. Buchungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1%. Besonders der Thüringer Wald bleibt ein Magnet mit fast 1,7 Millionen Übernachtungen, während Weimar einen Rückgang von 2,3% auf 353.000 Übernachtungen im ersten Halbjahr verzeichnete.

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Um die Ziele zu erreichen – wie die angestrebte Erhöhung der gebuchten Übernachtungen auf 10,55 Millionen pro Jahr und die Bettenauslastung von 34,5% auf 39,5% – sind Investitionen in neue Hotels und Ausflugsziele notwendig. Gespräche mit Investoren, darunter Campingplätze und Erlebnisgastronomie, laufen bereits. Und eines ist klar: Thüringen hat viel vor!

Die neue Strategie wird schließlich bei den Tourismustagen am 28. und 29. September vorgestellt. Es bleibt spannend, ob das „Zwei-Klick-Prinzip“ für Buchungen und die verbesserten Angebote tatsächlich den erhofften Effekt bringen werden. Wer weiß, vielleicht wird Thüringen bald zum neuen Hotspot für Touristen – und das ganz ohne großen Aufwand!