Heute ist der 28.08.2026

Was für ein Jahr für den Thüringen-Tourismus! Das erste Halbjahr hat uns mit 4,6 Millionen Übernachtungen überrascht, wobei die Buchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gerade einmal 0,1 Prozent gestiegen sind. Diese bescheidene Zunahme trübt allerdings nicht die Freude über die stabilen Zahlen in einigen Regionen. Der Thüringer Wald, zum Beispiel, verzeichnete fast 1,7 Millionen Übernachtungen – das bleibt konstant. Auch das Thüringer Vogtland kann mit 136.000 Übernachtungen auf eine stabile Bilanz blicken. Doch nicht alles ist rosig: Weimar erlebte einen Rückgang von 2,3 Prozent mit 353.000 Übernachtungen, und die Region Wartburg-Hainich fiel sogar um 3,2 Prozent auf 532.000 Übernachtungen.

Hingegen hat Erfurt einen wahren Aufschwung erlebt und kann sich über eine Steigerung von 4,9 Prozent freuen, was in 528.000 Übernachtungen resultierte. Dennoch gibt es auch Schattenseiten im Thüringen-Tourismus. Besonders bei den Übernachtungen in Ferienheimen, Jugendherbergen und Campingplätzen sehen wir einen Rückgang. Die Zahlen für Camper sind alarmierend: Rund 259.000 Übernachtungen bedeuten einen Rückgang von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und die ausländischen Gäste? Die Buchungen sind um 2,3 Prozent zurückgegangen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 2,6 Tagen, was, ehrlich gesagt, auch nicht gerade berauschend ist.

Regionale Entwicklungen im Detail

Der Thüringer Wald scheint sich als wahrer Magnet für Urlauber zu behaupten. Fast 1,7 Millionen Übernachtungen sind ein Beweis für die Anziehungskraft dieser Region. Der Thüringer Vogtland hält ebenfalls gut mit, während Weimar und die Wartburg-Hainich-Region etwas ins Hintertreffen geraten sind. Das ist schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Erfurt auf dem Vormarsch ist. Ein Plus von 4,9 Prozent ist nicht zu verachten und gibt Hoffnung auf eine positive Entwicklung.

Die 65.000 Gästebetten in Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten sind im Durchschnitt nur zu 37 Prozent ausgelastet. Da ist noch Luft nach oben, könnte man sagen! Wenn wir einen Blick auf die Ankünfte in den letzten Jahren werfen, sehen wir, dass Thüringen 2025 mit 4 Millionen Gästeankünften und über 10 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt hat. Das erste Jahr mit mehr als 4 Millionen Ankünften – das war ein echter Grund zum Feiern!

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Ein Blick in die Zukunft

Und wie wird es 2026 weitergehen? Im Januar und Februar wurden bereits 537.022 und 564.185 Übernachtungen gezählt. Ob wir die 10 Millionen-Marke erneut knacken werden? Die Zahlen für die kommenden Monate sind noch unvollständig, aber die Entwicklung lässt hoffen. Die Ankünfte im Januar lagen bei 195.118 und im Februar bei 200.252. Wenn die Zahlen weiter so steigen, könnte das ein spannendes Jahr werden.

Doch es bleibt abzuwarten, wie sich die Auslastung der Betriebe entwickeln wird. Im Januar 2026 lag der Index für die Beschäftigten im Gastgewerbe bei 75,3, was bedeutet, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, um die Zahlen von 2019 zu erreichen, die bei einem Index von 100 lagen. Der Umsatz in jeweiligen Preisen ist ebenfalls ein wichtiger Indikator für die Branche. Ein Umsatz von 102,6 im Januar 2026 zeigt, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt – auch wenn die Zahlen in konstanten Preisen weniger rosig aussehen.

Insgesamt ist der Thüringen-Tourismus eine bunte Melange aus Höhen und Tiefen. Die Stabilität in einigen Regionen gibt Grund zur Hoffnung, während die Rückgänge in anderen Teilen auch nicht ignoriert werden können. Ein Blick auf die Hotellerie zeigt, dass sie trotz aller Herausforderungen weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Thüringer Tourismus ist. Wie sich die Zahlen entwickeln werden, bleibt spannend – und ein bisschen ungewiss. Aber genau das macht das Abenteuer ja auch aus!