Cider als Gewinner: Britische Pubs profitieren von sonnigen Tagen und Fußballübertragungen
Die erste Oktoberhälfte 2026 brachte in britischen Pubs, Bars und Restaurants eine interessante Wendung – die Verkaufszahlen von Bier und Cider schossen förmlich in die Höhe! Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz von Cider um beeindruckende 7,6 % in der Woche bis zum 17. Oktober. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Cider hat sich zur am schnellsten wachsenden Getränkekategorie entwickelt! Währenddessen kämpften Wein und Spirituosen mit Rückgängen von 3,2 % und sogar 13,2 %. Aber was war der Grund für diese kurvenreiche Entwicklung? Nun, das Wetter spielte eine entscheidende Rolle – kühle, regnerische Tage hielten viele Gäste vom Ausgehen ab. Doch als die Sonne wieder schien und die Premier-League-Spiele zurückkehrten, erlebten die Gastronomiebetriebe einen kleinen Aufschwung. Es scheint, als ob die Fußballübertragungen die Leute magisch anziehen und zu mehr Bier- und Cider-Verkäufen führen!
Die durchschnittlichen Getränkeverkäufe lagen in der ersten Woche bis zum 10. Oktober noch 2,6 % unter dem Vorjahresniveau. Aber schon in der darauffolgenden Woche sahen wir einen Anstieg um 1,9 %. Die Zahlen sind nicht nur Zahlen – sie erzählen von einem ständigen Auf und Ab, das die Branche prägt. Laut Rachel Weller von NIQ sind die fast stabilen Umsätze angesichts der hohen Kosten und der immer noch zurückhaltenden Konsumausgaben eine solide Entwicklung. So gesehen, kann man fast von einem kleinen Wunder sprechen, wenn man die Rahmenbedingungen betrachtet.
Die Entwicklung der Getränkekategorien
In der ersten Oktoberhälfte war das Bild bei den Getränkekategorien gemischt. Während Bier mit +1,5 % und Cider mit +1,6 % in der ersten Woche den richtigen Dreh fanden, sah es für die Spirituosen düster aus. Die Verkäufe sanken um 16,3 % in der ersten Woche und um 13,2 % in der zweiten. So richtig will die Nachfrage nach hochprozentigen Getränken nicht in Schwung kommen. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen sich nach erfrischenden, preisgünstigeren Alternativen sehnen. Das ist ja auch verständlich – in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten sucht man nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein Blick auf September zeigt, dass die Pub-Branche nach einem schwachen August wieder auf die Beine kam. Der Absatz von gezapftem Bier und Cider stieg um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr, angetrieben von überdurchschnittlich warmem Wetter, der Rückkehr der Premier League und sogar der „Freshers’ Week“ an Universitäten. Die Auslastung der Betriebe stieg auf 66,1 % – ein Plus von 4,2 Prozentpunkten. Man kann sich vorstellen, dass die Gäste ihre Zeit in den Pubs genießen und sich die Getränke schmecken lassen, was sich auch in den durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf widerspiegelt.
Ausblick auf die kältere Jahreszeit
Die kommenden Monate könnten für die Gastronomie spannend werden. Halloween steht vor der Tür, und die Betreiber hoffen auf mehr Gäste und eine Belebung der Spirituosenverkäufe. Es bleibt abzuwarten, ob die Halloween-Partys die Menschen wieder in die Pubs ziehen. Die Betreiber haben auch die bevorstehenden Feiertage im Blick, die für eine zusätzliche Belebung sorgen könnten. Das Gastgewerbe kämpft unterdessen weiterhin mit höheren Ausgaben für Löhne, Energie und Lieferungen, weshalb der Produktmix an Bedeutung gewinnt. Preislich attraktive Getränke könnten noch stärker in den Fokus rücken.
Die unterschiedliche Entwicklung der Getränkekategorien könnte die kurzfristige Planung der Hersteller und Vertreiber beeinflussen. Wenn die Gäste weiterhin die günstigeren, erfrischenden Optionen bevorzugen, könnte dies Auswirkungen auf die Bestellungen der Großhändler und Betreibergruppen haben. Eine spannende Zeit für die Branche, die sich ständig wandelt! Man darf gespannt sein, wie sich der Markt weiterentwickelt und ob die Pub-Besitzer ihre Strategien anpassen müssen, um im Wettlauf um die Gunst der Gäste nicht zurückzufallen.
