Der stille Abschied der Nachbarschaftspubs: Ein Blick auf den Wandel der Trinkkultur in Südkorea und Deutschland
Heute ist der 27.06.2026. In der Welt des Gastgewerbes sind Veränderungen an der Tagesordnung, und gerade die Trinkkultur steht im Fokus. Wer hätte gedacht, dass wir heute über den dramatischen Rückgang der Nachbarschaftspubs in Südkorea sprechen würden? Fast die Hälfte dieser kleinen, gemütlichen Kneipen ist in den letzten acht Jahren verschwunden. Offizielle Daten des National Tax Service zeigen, dass die Zahl der Pubs von 52.302 im Jahr 2018 auf nur noch 28.178 im März 2026 gefallen ist. Das sind über 24.000 weniger – ein Rückgang um satte 46 %! Das klingt schon fast nach einem schlechten Scherz.
Besonders auffällig ist, dass der Rückgang sich im letzten Jahr beschleunigt hat. Zwischen März 2025 und März 2026 haben 2.998 Pubs geschlossen – das sind fast acht Schließungen pro Tag! Casual Pubs, die sogenannten ganee jujeom, sind um 10,2 % auf 7.985 gesunken, während die Bier-spezialisierten Hof-Pubs um 9,4 % auf 20.193 zurückgegangen sind. Die Ursachen sind vielfältig: hohe Inflation, steigende Mieten und Löhne, aber auch veränderte Konsumgewohnheiten spielen eine Rolle. Die After-Work-Trinkrunden, die früher ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur waren, sind rar geworden. Die jüngeren Südkoreaner trinken weniger als ihre Vorgänger, was den Rückgang des Alkoholkonsums zusätzlich verstärkt.
Der Wandel im Trinkverhalten
Ähnlich sieht es auch in Deutschland aus. Eine YouGov-Studie mit dem Titel „Alkoholkonsum im Wandel“ zeigt, dass auch hierzulande der Alkoholkonsum zurückgeht. Nur noch 68 % der Deutschen greifen zu alkoholischen Getränken – 2015 waren es noch 78 %. Dieser Trend betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter. Immer mehr Menschen gestalten ihren Umgang mit Alkohol bewusster, und die Hauptmotive für Reduktion und Verzicht sind gesundheitliche Überlegungen und der Wunsch nach mehr Kontrolle über das eigene Leben. Das ist doch bemerkenswert, oder?
Die Bedeutung alkoholfreier Alternativen wächst stetig. Neue Formen des Genusses und des sozialen Miteinanders prägen die Trinkkultur – eine spannende Entwicklung! Besonders die jüngeren Zielgruppen treiben diese Veränderung voran. Sie haben neue Erwartungen und ein starkes Gesundheitsbewusstsein. Wer hätte gedacht, dass die Konsumenten so flexibel zwischen alkoholhaltigen und alkoholfreien Optionen wechseln? Je nach Anlass und persönlicher Einstellung wird die Auswahl getroffen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Trinkmuster der letzten Jahre verändern.
Ein Blick in die Zukunft
Die Covid-Pandemie hat diese Trends verstärkt. Viele haben das gesellige Trinken in die eigenen vier Wände verlagert, was den Rückgang der Pubs in Südkorea noch beschleunigt hat. Für Brauereien und Getränkelieferanten könnte das bedeuten, dass sie weniger Verkaufsstellen und einen langsameren Lagerumschlag erleben. Das erhöht den Margendruck entlang der Vertriebskette und erschwert die Prognosen zur Nachfrage nach Bier und anderen alkoholischen Getränken.
Ob in Südkorea oder Deutschland – die Veränderungen in der Trinkkultur sind nicht zu übersehen. Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, und das hat Auswirkungen auf die Gastronomie. Wie sich die Pubs und Bars anpassen werden, bleibt abzuwarten. Eines steht fest: Die Zeiten, in denen man einfach nur in die nächste Kneipe ging, um ein Bier zu genießen, sind vorbei. Die Zukunft des Trinkens wird spannend, und wir dürfen gespannt sein, wohin die Reise geht.
