Heute ist der 7.06.2026, und während die Welt sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika vorbereitet, müssen sich die deutschen Brauereien mit weniger euphorischen Erwartungen auseinandersetzen. Der Bierabsatz, ein Thema, das in den letzten Jahren immer wieder für Aufregung sorgt, hat in Deutschland eine besorgniserregende Tendenz gezeigt. Laut dem Deutschen Brauer-Bund sind die Verkaufszahlen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Die FIFA-Weltmeisterschaft, die normalerweise ein Fest der Geselligkeit ist, wird in diesem Jahr durch eine trübe Stimmung in der Gastronomie getrübt.
In vielen Städten wurde auf große Public-Viewing-Areale verzichtet – ein klarer Dämpfer für die Vorfreude! Das gemeinsame Schauen der Vorrundenspiele wird sich vorrangig in Kneipen, Sportlerheimen und Biergärten abspielen. Die Bundesregierung hat zwar die Lärmschutzregeln für Außen-Gastronomie gelockert, doch die tatsächliche Umsetzung liegt in den Händen der lokalen Behörden. Hier könnte man sich ein wenig mehr Mut wünschen, um die Stimmung anzuheizen.
Bierabsatz auf Rekordtief
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Bierabsatz der deutschen Brauereien und Bierlager ist 2025 um 6,0 % auf rund 7,8 Milliarden Liter gesunken. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1993! Erstmals fiel der Bierabsatz unter die magische Grenze von 8 Milliarden Litern. Besonders bedenklich: Der Inlandsabsatz hat sich um 5,8 % auf 6,4 Milliarden Liter verringert. Die Exporte? Auch da sieht es nicht viel besser aus – ein Rückgang um 7,0 % auf 1,4 Milliarden Liter.
Die westfälische Brauerei Veltins, die von der schlechten Konsumstimmung berichtet, hat kaum zusätzliche Bestellungen erhalten und sieht sich gezwungen, Sonderaufbauten und Drive-In-Angebote für den Einzelhandel zu planen. Kleinere Brauereien setzen zudem auf Zurückhaltung und verzichten auf zusätzliche Werbung und Fußball-Kampagnen. Auf der anderen Seite betrachtet die Bitburger-Brauerei die WM als große Plattform, erwartet jedoch nur ein moderates Umsatzplus von 5 % im Inland. In den USA hingegen rechnet Bitburger mit einer Umsatzsteigerung zwischen 10 und 12 % während des Turniers. Komisch, wie die Dinge sich manchmal wenden!
Gastronomie unter Druck
Die Gastronomie könnte möglicherweise von der WM profitieren – das Institut der Wirtschaft (IW) schätzt einen Mehrumsatz von rund 400 Millionen Euro durch das Event. Gemäß den Berechnungen könnte die Gastronomie etwa 67,4 Millionen Euro zusätzlich einnehmen, und bei Spielen um 19 Uhr wären es sogar knapp 103 Millionen Euro. Allerdings, und das ist wichtig, basieren diese Schätzungen auf einem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale. Ein bisschen Pessimismus schwingt also mit.
Im ersten Halbjahr 2025 verkauften die deutschen Brauereien erstmals weniger als 4 Milliarden Liter Bier. Ein Rückgang von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – und das fühlt sich nicht gut an. Auch die Exporte in Nicht-EU-Staaten sanken um 9,9 Prozent. Es ist kein Geheimnis, dass die Zeiten für die Bierliebhaber in Deutschland herausfordernd sind. Die Biermischgetränke hingegen erfreuen sich steigender Beliebtheit und machen mittlerweile 5,6 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. Irgendwie paradox, oder?
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Stimmung tatsächlich entwickeln wird, aber eines ist klar: Die deutschen Brauereien müssen sich anpassen und neue Wege finden, um ihre Kunden zu begeistern. Die WM könnte eine Chance sein, aber die Vorzeichen stehen auf Sturm. Prost – und auf eine spannende WM, wie auch immer sie ausgehen mag!