Heute ist der 21.09.2026 und es gibt neue Entwicklungen, die die deutsche Tourismuswirtschaft aufhorchen lassen. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hat am 18. September 2026 vor den potenziell katastrophalen Folgen der Positionen der AfD gewarnt. Ein Thema, das nicht nur die Branche selbst, sondern auch die gesamte Gesellschaft betrifft. Offenheit und internationaler Austausch sind schließlich die Grundpfeiler unseres Gastgewerbes. Wenn man darüber nachdenkt, wird schnell klar, dass die Bedenken der BTW nicht unbegründet sind.

Eine restriktive Zuwanderungspolitik, die Infragestellung des Schengen-Systems und eine Abkehr vom Euro – das sind nur einige der Punkte, die der Verband kritisch beleuchtet. BTW-Präsident Sören Hartmann macht unmissverständlich klar, wie wichtig die Mobilität ist. Immerhin haben 44,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe einen Migrationshintergrund, was über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft liegt. Diese Vielfalt ist ein wertvolles Gut, das wir nicht einfach aufs Spiel setzen sollten. Wenn man bedenkt, welche kulturellen Schätze und Perspektiven aus der internationalen Beschäftigung entstehen, wird einem das Ausmaß der Bedrohung erst richtig bewusst.

Die Gefahren von Grenzkontrollen

Wir leben in einer Zeit, in der offene Grenzen innerhalb Europas für die Tourismuswirtschaft von großer Bedeutung sind. Dauerhafte Grenzkontrollen würden nicht nur die Mobilität der Gäste und Beschäftigten einschränken, sondern auch die gesamte Branche ins Wanken bringen. Pkw- und Flugreisende, Bus- und Bahntouristik sowie die beliebten Flusskreuzfahrten – all diese Bereiche wären betroffen. Und nicht zu vergessen die längeren Umsteigezeiten im Luftverkehr, die die Drehkreuzfunktion unserer deutschen Flughäfen schwächen könnten. Das ist ein Szenario, das niemand wirklich sehen möchte.

Ein weiteres drängendes Thema ist die Abkehr vom Euro, die neue Wechselkursrisiken schaffen würde. Das belastet die langfristige Kalkulation in der Tourismuswirtschaft und sorgt für Unsicherheit. Wer plant schon gerne, ohne zu wissen, wie sich die Währung entwickeln wird? Hartmann fordert daher Lösungen von der politischen Mitte, um die Frustration bei Bürgern und Unternehmen zu adressieren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind ohnehin schon angespannt, die Energiekosten steigen und viele Unternehmen kämpfen ums Überleben.

Internationalität als Schlüssel

Die Lösung liegt daher nicht in weniger Internationalität und wirtschaftspolitischer Abschottung, sondern vielmehr in Maßnahmen zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen. Es ist wichtig, dass wir Vertrauen schaffen und Wachstum fördern. Schließlich zeigt ein Blick auf die Zahlen, dass der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung in OECD-Ländern von 7% im Jahr 1990 auf über 12% im Jahr 2019 gestiegen ist. In Deutschland und den USA sind etwa 15% der Bevölkerung im Ausland geboren. Das spricht Bände über die Notwendigkeit von Zuwanderung für unsere Gesellschaft und Wirtschaft.

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Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Zuwanderung. Kritiker befürchten, dass MigrantInnen Arbeitsplätze wegnehmen und öffentliche Finanzen belasten. Doch die Befürworter argumentieren, dass Zuwanderung wichtig für unsere alternde Gesellschaft ist und Wirtschaftswachstum sowie Produktivität fördert. Es ist nicht immer leicht, die wirtschaftlichen Effekte zu messen, aber eines ist sicher: Die Vielfalt, die Zuwanderung mit sich bringt, kann ein Motor für Innovation und Fortschritt sein.

Die Herausforderungen sind also groß, aber die Chancen ebenso. Es ist an der Zeit, dass wir uns gemeinsam für eine offene und integrative Zukunft einsetzen, in der unsere Branche und letztlich auch die Gesellschaft davon profitieren. Denn nur gemeinsam können wir die Weichen für eine positive Entwicklung stellen.