Heute ist der 12.08.2026 und in der Schweizer Wirtschaft brodelt es gewaltig. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im ersten Halbjahr 2026 ist die Zahl der Konkursfälle in der Schweiz um satte 55 Prozent angestiegen. Mit insgesamt 7.496 Unternehmens-Insolvenzen haben wir den höchsten Stand seit 1994 erreicht. Wenn das so weitergeht, könnten es am Ende des Jahres sogar rund 15.000 Insolvenzen werden, ein Rekordwert, der die 11.900 Insolvenzen des Vorjahres deutlich übertrifft. Was steckt dahinter? Eine Mischung aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einer Gesetzesänderung, die seit Anfang 2025 in Kraft ist.

Öffentliche Gläubiger müssen nun offene Forderungen konsequenter durch Betreibungsverfahren durchsetzen, und das hat seine Spuren hinterlassen. Es ist ein wenig wie ein Kartenhaus, das zusammenbricht – hohe Finanzierungskosten und eine schwächere Nachfrage, besonders im Bau-, Handels- und Gastgewerbe, treiben die Zahlen in die Höhe. Besonders betroffen sind das Handwerk mit 1.053 Insolvenzen und das Gastgewerbe, das 770 Insolvenzen verzeichnet. Auch der Einzelhandel kämpft mit 626 Fällen. Seltsamerweise gibt es allerdings in der Bauwirtschaft noch Hoffnung, denn dort ist die Zahl der Insolvenzen nicht gestiegen.

Die Branchen im Blick

Fast alle Branchen sind betroffen, mit einer besonders dramatischen Zunahme im Druck- und Verlagswesen sowie im Versorgungs- und Transportwesen. Es ist schon beunruhigend zu sehen, dass etablierte Unternehmen, die oft über zehn Jahre am Markt sind, stärker unter Druck stehen als die neueren. Das ist ein systemischer Effekt, der zeigt, wie fragil unsere Wirtschaft geworden ist. In fast allen Kantonen, außer Schwyz, haben die Insolvenzen zugenommen. Das ist wie ein Schatten, der über der gesamten Wirtschaft schwebt – ein Gefühl, das man nicht ignorieren kann.

Ein weiterer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Unternehmensinsolvenzen nicht nur Juristische Personen, sondern auch Personengesellschaften und Einzelunternehmen betreffen. Es ist erschreckend, aber rund 80 % der insolventen Unternehmen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten! Großinsolvenzen, also die, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, machen weniger als 1 % aus, haben aber einen enormen wirtschaftlichen Einfluss. Die am häufigsten betroffene Rechtsform ist die GmbH, die etwa 40 % der Insolvenzen ausmacht, gefolgt von Einzelunternehmen mit rund 30 % und der UG haftungsbeschränkt mit etwa 15 %.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft

Die Folgen dieser Insolvenzen sind spürbar. Arbeitsplätze gehen verloren, Lieferketten werden unterbrochen und die gesamte Wirtschaft leidet. Die durchschnittliche Befriedigungsquote für ungesicherte Insolvenzgläubiger liegt zwischen 3 und 5 %, und in vielen Verfahren sehen die Gläubiger sogar gar nichts – Quote: 0 %. Nur etwa 1 bis 2 % der Insolvenzverfahren enden mit einer Sanierung. Die Mehrheit wird als Liquidationsverfahren durchgeführt. Ein tristes Bild, das sich hier zeigt.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein interessanter Trend ist die Zunahme größerer Insolvenzen. Die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern hat sich seit 2022 beinahe verdoppelt. Das ist ein Alarmzeichen, das nicht ignoriert werden kann. Die Mittelständler, die über Jahre hinweg stabil waren, geraten zunehmend unter Druck durch die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es ist ein ständiger Kampf ums Überleben in einer Zeit, in der sich alles so schnell verändert.

Für weitere Informationen zu diesen besorgniserregenden Entwicklungen können Sie gerne einen Blick auf die offizielle Webseite des Bundesamts für Statistik werfen. Es gibt viel zu bedenken und zu analysieren in diesem bewegten wirtschaftlichen Klima.