Heute ist der 4.06.2026 und im Gastgewerbe brodelt es gewaltig. Philipp Schwander, der erste «Master of Wine» der Schweiz, hat mal wieder das Wort ergriffen und lässt keinen Zweifel daran, dass er den aktuellen Entwicklungen im Weinimport mit Skepsis begegnet. Die Westschweizer Winzer, die sich offenbar in einer Zwickmühle befinden, haben den Versuch unternommen, den Import von Wein zu behindern. Ja, richtig gehört! Es ist ein bisschen wie im wilden Westen – nur dass es hier um Wein und nicht um Gold geht.

Bis zum Jahr 2001 gab es in der Schweiz eine Kontingentierung für Weißwein. Diese Regelung wurde ja bereits abgeschafft, aber jetzt, inmitten der Vernehmlassung zur «Verordnung über den Rebbau und die Einfuhr von Wein», fordern die Winzer eine Wiederbelebung dieser Kontingente. Grund dafür? Sie haben Schwierigkeiten, ihren Wein an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein wirklich heikles Thema, das nicht nur die Weinbauern betrifft, sondern auch das gesamte Gastgewerbe.

Die drohenden Konsequenzen

Das Wirtschaftsdepartement von Bundesrat Guy Parmelin plant, die Zollkontingente für den Weinimport neu zuzuteilen – und zwar ausschließlich an Schweizer Einkellerinnen und Einkellerer. Was das bedeutet? Nun, für die Gastronomie könnte es zum echten Stolperstein werden. Ausländische Weine direkt zu importieren, wird dadurch erheblich erschwert. Und wenn das passiert, könnte es schnell zu Preiserhöhungen und einer verringerten Angebotsvielfalt kommen. Das ist alles andere als rosig!

Die Vereinigung Schweizer Weinhandel, ein Zusammenschluss von 250 Mitgliedern, hat bereits Alarm geschlagen und diese Regelung scharf kritisiert. Man fragt sich, wo das Ganze hinführen soll. GastroSuisse, die Stimme des Gastgewerbes, lehnt die Änderung ab und sieht das Problem nicht im Importdruck. Sie argumentieren, dass die Veränderungen vielmehr aus einem Wandel der Konsumgewohnheiten und dem Preis-Leistungs-Verhältnis resultieren. Da könnte durchaus etwas dran sein!

Die Stimme der Weinliebhaber

Ein weiterer Akteur in diesem Drama ist Victor Ledermann, ein ehemaliger Weinjournalist, der eine Online-Petition gegen das Vorhaben des Bundes gestartet hat. Die Petition kann bis zum 15. Juni unterzeichnet werden und hat bereits zahlreiche Unterstützer gefunden, darunter Weinhändler wie Jeggli Weine in Buchs ZH. Es scheint, als wäre die Community bereit, sich gegen diese bürokratische Hürde zu wehren. Man merkt, dass die Menschen nicht einfach tatenlos zusehen wollen, wie ihre Auswahl an köstlichen Weinen schwindet.

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Ein bisschen Humor darf nicht fehlen – denn bei all dem Ernst der Lage fragt man sich: Was kommt als Nächstes? Ein Importverbot für Olivenöl? Man muss sich bei all dem Geschehen einfach die Frage stellen, wie sich das auf die Weinpreise und letztlich auf den Genuss auswirken wird. Das Gastgewerbe hängt schließlich nicht nur an den Weinen, sondern auch an der Zufriedenheit der Gäste. Und die wissen oft genau, was sie wollen!