Die Gastronomie ist ein ständiger Wandel, das wissen wir alle. Gerade in den letzten Jahren hat das Thema Nachhaltigkeit enorm an Bedeutung gewonnen. Doch nun hat der Guide Michelin eine Entscheidung getroffen, die viele überrascht hat: Der Grüne Stern, der seit sechs Jahren verliehen wurde, um nachhaltige Gastronomie zu honorieren, wird abgeschafft. Diese Nachricht kam am 18. Mai 2026, und tritt nun bereits am 1. Juni in Kraft. Irgendwie macht das nachdenklich, oder?

In Berlin wurden zuletzt das Restaurant Bonvivant und in Brandenburg die Wilde Klosterküche mit dem Grünen Stern ausgezeichnet. Insgesamt wurden in Deutschland 80 und in der Schweiz 40 Auszeichnungen vergeben. Das Konzept hinter dem Grünen Stern war, nachhaltige und soziale Gastronomiekonzepte zu ehren. Doch viele Verbraucher haben diese Auszeichnung oft als direkte Bewertung der Küchenleistung wahrgenommen, was nicht im Sinne der Michelin-Führung war. Kritiker bemängelten, dass die Bewertungskriterien unklar waren und warfen dem Grünen Stern sogar Greenwashing vor. Komischerweise haben sie sich nun gegen die Mühe entschieden, klare Audit-Kriterien zu entwickeln.

Ein neuer Ansatz: Mindful Voices

Die neue Auszeichnung, die den Grünen Stern ersetzen wird, trägt den Namen „Mindful Voices“. Dabei soll der Fokus künftig auf dem Engagement einzelner Personen in der Gastronomie, Hotellerie und im Weinbau liegen. Gwendal Poullennec, der Internationale Direktor des Guide Michelin, hat betont, dass „Mindful Voices“ inspirierende Begegnungen und Geschichten aus der Branche teilen soll. Das klingt spannend, oder? Die ersten Zeremonien für die neuen Auszeichnungen finden bereits Anfang Juni in Kopenhagen für die nordischen Länder statt. Deutschland wird am 23. Juni in Frankfurt in den Genuss dieser neuen Auszeichnungen kommen. 2026 soll das Konzept dann auf europäischer Ebene eingeführt werden.

Die Entscheidung zur Abschaffung des Grünen Sterns wird als eine Folge des Erfolgs dieser Auszeichnung interpretiert. Michelin möchte die Konkurrenz zur Hauptauszeichnung, den Roten Sternen, nicht länger dulden. Nachhaltigkeit steht nicht im Vordergrund der Michelin-Auszeichnungen, die sich auf Restaurants, Hotels und Weingüter konzentrieren – das ist ein klarer Schnitt. Der Grüne Stern wurde eher als PR-Instrument wahrgenommen, das keine tiefgreifenden Veränderungen in den Lieferketten bewirken konnte.

Ein Blick über die Grenze

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Die Frage bleibt, was das für die Gastronomie in Deutschland und darüber hinaus bedeutet. Wird der Wegfall des Grünen Sterns die Gastronomielandschaft nachhaltig verändern? Oder wird der neue Ansatz von „Mindful Voices“ tatsächlich die nötigen Impulse setzen? Es bleibt spannend, wie sich die Branche entwickeln wird und welche Geschichten uns die neuen Auszeichnungen erzählen werden. Eines ist sicher: Die Gastronomie wird immer einen Platz in unseren Herzen und auf unseren Tellern haben!