Hilton Frankfurt sichert Zukunft des ehemaligen Stadtbads Mitte trotz internationaler Sanktionen
In der Frankfurter Innenstadt gibt es derzeit spannende Entwicklungen, die viele Hotel- und Schwimmbadfreunde aufhorchen lassen. Oberbürgermeister Mike Josef unterhielt sich kürzlich mit dem Hilton über die Zukunft des ehemaligen Stadtbads Mitte. Die Gespräche waren laut OB-Sprecher Ralph Klinkenborg „sehr positiv“. Das Hilton hat versichert, dass der Öffentlichkeit der Zugang zum Schwimmbad auch in Zukunft gewährt bleibt – was für viele Frankfurter ein echter Lichtblick ist.
Das Schwimmbad war über Jahre hinweg ein beliebter Ort für Fitness und Erholung, vor allem für Nichtmitglieder, die zwischen Montag und Freitag von 6 bis 15.30 Uhr für 8,50 Euro schwimmen konnten. Allerdings musste das Becken jetzt vorübergehend leer bleiben, nachdem das Wasser abgelassen wurde. Fitness First, das über zwei Jahrzehnte den Club „Wave“ in den Räumen betrieb, verhandelt derzeit über eine mögliche Wiederanmietung, wobei die Zukunft des Schwimmbads weiterhin ungewiss ist.
Ein neues Kapitel für das Hilton
Das Hilton Frankfurt City Centre, das seit 1998 ein fester Bestandteil der Frankfurter Hotellandschaft ist, bleibt weiterhin geöffnet – und das, obwohl man Ende Oktober mit einer Schließung gerechnet hatte. Der Grund für die Unsicherheit waren internationale Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari, dessen Verbindungen zur Hotelimmobilie für viel Aufregung sorgten. US-Behörden werfen Ansari vor, das iranische Regime finanziell zu unterstützen, was er jedoch vehement bestreitet.
Die Hotelimmobilie war über eine komplexe Unternehmensstruktur mit Ansari verbunden, was Hilton als US-amerikanisches Unternehmen unter Druck setzte. Im September waren die Zimmer auf der Hilton-Website nur bis zum 31. Oktober buchbar, und das Hotel wurde sogar zeitweise von anderen Buchungsportalen gestrichen. Am 3. November gab Hilton schließlich Entwarnung und bestätigte den Fortbestand des Hotelbetriebs – möglich gemacht durch einen Eigentümerwechsel beim Vermieter und den Abschluss eines neuen Mietvertrags. Details zu neuen Eigentümern und Vertragsbedingungen bleiben allerdings im Dunkeln.
Sanktionen und ihre Auswirkungen
Die internationalen Sanktionen gegen Iran, die im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten und Menschenrechtsverletzungen verhängt wurden, haben weitreichende Folgen. Die EU hat Maßnahmen ergriffen, die sich nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte, sondern auch auf Immobilien wie das Hilton auswirken können. Diese Sanktionen umfassen Ausfuhrverbote und finanzielle Einschränkungen, die auch Hotelbetriebe betreffen können. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob das Schwimmbad im ehemaligen Stadtbad Mitte tatsächlich wieder öffnet.
Die Frankfurter Stadt hat das Grundstück an der Hochstraße bereits in den 1990er-Jahren verkauft, sich jedoch eine 30-jährige öffentliche Nutzung zusichern lassen. Diese Frist endete 2015, und die Rückkehr des Schwimmbads zur öffentlichen Nutzung ist nunmehr eine spannende, aber auch ungewisse Angelegenheit. Die Gespräche zwischen Hilton und den Stadtvertretern geben zumindest Anlass zur Hoffnung, dass die Bürger bald wieder die Möglichkeit haben, in die erfrischenden Fluten des Schwimmbads einzutauchen.
Die nächsten Monate dürften sowohl für Hoteliers als auch für Schwimmbadliebhaber in Frankfurt von großer Bedeutung sein. Man darf gespannt sein, wie sich die Verhandlungen entwickeln und welche neuen Möglichkeiten sich für den Standort ergeben werden. Eines ist sicher: Die Frankfurter Innenstadt bleibt ein aufregender Ort, wo sich Geschichte und Zukunft begegnen – und wo das Hilton weiterhin seinen Platz behauptet.
