Lichtblicke im Schatten: Europas Hotelmarkt blüht auf
Heute ist der 30.06.2026 und während die Welt um uns herum weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten und Inflation geprägt ist, zeigt der europäische Hotelmarkt ein überraschend robustes Umsatzwachstum. Wer hätte das gedacht? Trotz aller Widrigkeiten bleibt die Branche erstaunlich stabil. Die realen Haushaltseinkommen wachsen, die Auslastungsraten sind hoch – das sind positive Signale, die auf eine gesunde Nachfrage hinweisen. Diese Entwicklung wird vor allem durch eine begrenzte Zahl neuer Hotelangebote unterstützt, was zu einem erfreulichen Ertragswachstum beiträgt. Man könnte fast sagen, es ist ein kleiner Lichtblick inmitten der Herausforderungen.
Doch nicht nur die klassischen Hotels profitieren von dieser Situation. Auch die Open-Air-Hospitality, zu der Campingplätze und Wohnwagenparks gehören, zeigt sich als interessanter Markt. In den letzten zehn Jahren hat die Anzahl der Campingplätze in Europa abgenommen, besonders in Italien. Das scheint paradox, denn gleichzeitig bieten diese Standorte preiswerte Übernachtungsoptionen – und das in einer Zeit, in der viele Reisende auf der Suche nach günstigeren Alternativen sind. Es gibt sogar Anzeichen, dass die Nachfrage nach Übernachtungen auf Campingplätzen stabiler ist als die in Hotels.
Wachstum und Chancen im Hotelmarkt
Die aktuelle Einschätzung von Greg Kane, dem Head of European Investment Research bei PGIM, untermauert diese positive Entwicklung. Er prognostiziert, dass sich das Umsatzwachstum im europäischen Hotelmarkt fortsetzen wird, getragen von einer robusten Inlandsnachfrage und einer hohen Auslastung. Besonders die mittlere Preisklasse erfreut sich großer Beliebtheit. Das begrenzte Angebot an neuen Hotels führt dazu, dass die bestehenden Häuser gut ausgelastet sind. Zudem werden Hotels oft mit einer bestehenden Mietstruktur erworben, was das Risiko unvorhergesehener Kapitalausgaben mindert – ein kluger Schachzug für Investoren!
Die Situation im Freiluft-Gastgewerbe könnte sich ebenfalls verbessern. Experten gehen davon aus, dass die Auslastung in diesem Bereich zunehmen wird, da das Angebot an Campingplätzen zurückgeht. Das klingt nach einer perfekten Möglichkeit für Investoren, sich in einem unterbewerteten Markt zu positionieren. Campingplätze bieten nicht nur erschwingliche Optionen, sondern auch einen gewissen Schutz vor Marktvolatilität. Wenn die Preise in den traditionellen Hotels steigen, weichen viele Reisende auf diese günstigeren Alternativen aus. Es ist fast wie ein verstecktes Juwel in der Branche.
Ein Blick in die Zukunft
Die Aussichten für die kommenden Jahre sind optimistisch. Cushman & Wakefield hebt hervor, dass die Nachfrage nach Hotels in Europa bis 2025 weiter wachsen wird, unterstützt durch einen stabilen Freizeit- und Geschäftsreiseverkehr sowie verbesserte Flugverbindungen. Man muss sich das mal vorstellen: Die RevPAR-Wachstumsraten werden hauptsächlich durch Preiserhöhungen und steigende Belegungsraten angetrieben. Und das, obwohl die operative Leistung je nach Markt variieren kann – es bleibt also spannend!
Das Vertrauen der Investoren in den Markt nimmt zu, und das Hoteltransaktionsvolumen hat den höchsten Stand seit 2019 erreicht. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Einzelimmobilien-Deals und institutionelles Interesse sind stark im Kommen. Es ist klar: In der europäischen Hotellerie tut sich einiges, und für Investoren, Entwickler und Betreiber ist es wichtig, stets am Puls der Zeit zu bleiben, um Chancen zu identifizieren und Risiken zu minimieren.
