Die Schweizer Tourismuslandschaft steht vor einem spannenden Umbruch. Mit dem Ziel, weniger bekannte Regionen ins Rampenlicht zu rücken, startet Schweiz Tourismus ST die Kampagne „Verliebe dich in schöne Orte!“. Diese Initiative zielt darauf ab, die Gästeverteilung über Raum und Zeit zu verbessern und die Schönheit des heimischen Kulturerbes zu fördern. Im Rahmen dieser Kampagne werden fünfzehn ausgewählte Orte aus allen Sprachregionen der Schweiz hervorgehoben – darunter das malerische Kehrsiten in Nidwalden.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, wie dem Iran-Konflikt, ist ein Anstieg von Reisen in der näheren Umgebung zu beobachten. Das Konzept der Mikroreisen, geprägt von Soziologe Rémy Oughiri, gewinnt an Bedeutung. Die Kampagne wird als digitale Plakataktion vom 13. bis 26. April 2026 an wichtigen Bahnhöfen in der Schweiz umgesetzt. Animierte Bilder auf 53 Bildschirmen bieten einen faszinierenden Einblick in die fünfzehn Destinationen. Die Kampagne setzt die Bemühungen fort, die Schweiz als Reiseziel nach der Covid-19-Pandemie zu fördern, und basiert auf dem ISOS-Inventar, das Stätten von nationaler Bedeutung erfasst.

Die Schätze der Schweiz entdecken

Die fünfzehn ausgewählten Orte, die im Rahmen der Kampagne präsentiert werden, sind:

  • Romainmôtier/Vd
  • Saint-Ursanne/JU
  • Kehrsiten/NW
  • Sent/GR
  • Diessenhofen/TG
  • Ernen/VS
  • Tayveyanne/VD
  • Bauen/UR
  • Birsfelden/BL
  • Soazza/GR
  • Eglisau/ZH
  • Werdenberg/SG
  • Auvernier/NE
  • Lessoc/FR
  • Meride/TI

Diese Orte sind nicht nur touristische Ziele, sondern verkörpern auch die Geschichte und die lebendige Kultur der Schweiz. Ein Ortsbild umfasst Bauten, Straßen, Plätze, Gärten und Parks, deren Schützenswertigkeit durch die Qualität der Elemente und deren Beziehung zueinander bestimmt wird. In der Schweiz gewährleistet das Planungsrecht den Schutz dieser wertvollen Ortsbilder, und Gemeinden sind dafür zuständig, Schutzzonen zu definieren und Gestaltungsvorschriften zu erlassen.

Tourismus als Wachstumsmotor

Der Tourismus spielt eine bedeutende Rolle in der Schweizer Wirtschaft. Im Jahr 2017 machten inländische Touristen 56,8 % der Übernachtungen aus, gefolgt von deutschen Gästen mit 12,5 %. Die Branche generierte im Jahr 2013 einen Umsatz von knapp 35 Milliarden Franken, wobei der klassische Tourismus (Beherbergung und Verpflegung) zwei Drittel dieses Umsatzes ausmachte. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass der Sektor mittelfristig wieder wachsen könnte, insbesondere mit der Wiederbelebung des Tourismus nach der Pandemie.

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Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen: Konkurrenz aus dem Ausland, ein starker Franken und die Auswirkungen des Klimawandels setzen der Branche zu. Dennoch ist die Aussicht auf einen neuen Höchststand von 42,8 Millionen Hotelübernachtungen im Jahr 2024 ermutigend. Wenn sich die Gäste in die schönen, oft unbekannten Orte der Schweiz verlieben, können wir auf eine blühende Zukunft hoffen.

Für weitere Informationen über den Schutz und die Bedeutung von Ortsbildern in der Schweiz, besuchen Sie das Bundesamt für Kultur.