Schweizer Hotellerie im August 2026: Ein Rückblick auf Rückgänge und Chancen
Die Schweizer Hotellerie hat im August 2026 einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit etwa 4,9 Millionen Logiernächten hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% verringert – das sind rund 104.000 Übernachtungen weniger. Sowohl inländische als auch ausländische Gäste blieben hinter den Erwartungen zurück. Die heimischen Gäste sorgten für etwa 2,2 Millionen Logiernächte, was einem Minus von 1,5% oder rund 33.000 Übernachtungen entspricht. Bei den ausländischen Besuchern sah es noch düsterer aus: Hier gab es einen Rückgang von 2,6% auf etwa 2,7 Millionen Logiernächte, was rund 71.000 Übernachtungen ausmacht.
Im Gesamtbild der ersten acht Monate des Jahres 2026 zeigt sich ein gemischtes Bild. Insgesamt wurden rund 30,2 Millionen Logiernächte registriert, ein Rückgang von 0,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Interessanterweise hat der Inlandstourismus eine positive Wendung genommen – die Schweizer Gäste übernachteten von Januar bis August 2026 sogar öfter. Hier gab es einen Anstieg um 0,9% auf 14,6 Millionen Logiernächte. Dagegen fiel die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 2,2% auf 15,5 Millionen. Es ist also nicht alles Gold, was glänzt, aber der heimische Markt zeigt sich stabiler.
Die Zahlen im Detail
Die Logiernächte im August 2025 lagen noch bei 4.985.072, was den Rückgang im aktuellen Jahr besonders deutlich macht. Bei den Schweizer Gästen gab es 2025 noch 2.209.694 Übernachtungen, während es im August 2026 nur noch 2.176.765 waren. Die ausländischen Gäste hatten im August 2025 noch 2.775.378 Übernachtungen, 2026 sind es nur noch 2.704.258. Da fragt man sich: Was ist passiert? Ein Blick auf die Gesamtzahlen der letzten Jahre zeigt, dass der Schweizer Tourismus zwar einen Rückgang verzeichnet, aber dennoch auf einem soliden Fundament steht.
Nach dem dramatischen Einbruch im Jahr 2020 hat sich der Tourismus in der Schweiz erstaunlich schnell erholt. 2025 wurde ein Rekord von über 41,2 Millionen Logiernächten verzeichnet – ein Plus von 3% im Vergleich zu 2019. Das ist doch mal ein Lichtblick! Besonders der Inlandtourismus hat sich als stabiler Pfeiler erwiesen, mit fast 45% der Logiernächte, die von Schweizer Gästen stammen. Man könnte sagen, die Schweizer zeigen sich als treue Gäste und halten die heimische Szene am Laufen.
Destinationen und Trends
Die Top-Destinationen im Jahr 2025, wie Zürich, Graubünden und das Berner Oberland, ziehen nach wie vor viele Besucher an. Graubünden setzte sich mit 5,4 Millionen Logiernächten an die Spitze, gefolgt von Zürich mit 5,1 Millionen und dem Berner Oberland mit 4,2 Millionen Übernachtungen. Diese Regionen scheinen sich als wahre Magneten für Touristen zu etablieren und bieten eine vielfältige Palette an Erlebnissen, die sowohl Einheimische als auch Ausländer anlocken.
Die Wertschöpfung durch den Tourismus ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Rund 2,9% des BIP der Schweiz stammen aus dieser Branche, und über 180.000 Personen sind im Tourismus beschäftigt. Das zeigt, wie wichtig dieser Sektor für die Wirtschaft ist, besonders in den Bergregionen, wo der Tourismus oft der wichtigste Wirtschaftszweig ist.
Die Herausforderungen sind jedoch weiterhin präsent. Die Rückgänge bei den ausländischen Gästen sind spürbar, und die Hoteliers müssen kreativ werden, um neue Zielgruppen zu gewinnen. Vielleicht wird der Trend der Luxusreisen – besonders aus den USA – dazu beitragen, die Zahlen wieder zu steigern. Es bleibt spannend, wie sich der Markt in der kommenden Zeit entwickeln wird.
