Thüringens Tourismus im Aufwind: Zwischen Stabilität und neuen Chancen
Heute ist der 28.08.2026 und der Tourismus in Thüringen zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 erstaunlich stabil. Mit insgesamt 4.566.902 Übernachtungen hat die Region ein kleines Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Das klingt zwar nicht nach einem großen Sprung, aber hey, besser als Rückgänge, oder? Und das, obwohl die Zahl der Gästeankünfte um 0,8 Prozent auf 1.756.660 gesunken ist. Da fragt man sich: Was sind die Geheimnisse hinter diesen Zahlen?
Die Hotellerie hat sich als eine der stabilsten Säulen erwiesen, mit 2.820.615 Übernachtungen – das sind 0,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Besonders die Hotels und Hotels garnis kommen ins Schwitzen, denn hier sind die Übernachtungszahlen um 1,6 Prozent gestiegen. Allein in den Hotels gab es 2.045.477 Übernachtungen, was 31.301 mehr als im Vorjahr sind. Für Hoteliers ein Grund zum Feiern!
Regionale Highlights und Rückgänge
Erfurt hat sich als echter Star entpuppt, mit 528.534 Übernachtungen und einem Zuwachs von 4,9 Prozent – die Stadt zieht die Gäste anscheinend wie ein Magnet an. Auch die Thüringer Rhön und das Weimarer Land konnten mit jeweils 1,8 Prozent zulegen, während das Eichsfeld und das Thüringer Vogtland moderate Zuwächse von 1,4 und 0,6 Prozent verzeichnen konnten.
Doch nicht alles strahlt im Glanz der Übernachtungszahlen. Gasthöfe und Pensionen haben einen Rückgang zu beklagen. Hier sind die Übernachtungen um 9,1 Prozent auf 190.098 gesunken, während die Ankünfte um 8,5 Prozent auf 93.575 gefallen sind. Auch die Ferienzimmer, Ferienwohnungen und Feriendörfer können sich nicht beschweren, denn diese verzeichnen mit 242.166 Übernachtungen ein Plus von 5,8 Prozent.
Die Zahlen im Detail
Der Mai 2026 brachte rund 1 Million Übernachtungen – das sind 3.000 mehr als im Vorjahr. Im Juni sah es dann etwas düsterer aus mit rund 957.000 Übernachtungen, was einem Rückgang von etwa 36.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Aber nicht alle Regionen sind betroffen: Erfurt verzeichnete im Juni einen Anstieg von 7,4 Prozent, und auch das Eichsfeld und Weimar konnten Zuwächse verzeichnen.
Insgesamt haben die Übernachtungszahlen von Auslandsgästen einen kleinen Dämpfer erhalten, mit einem Rückgang von 3,9 Prozent auf 96.257 Ankünfte. Inlandsgäste dagegen scheinen sich wohlzufühlen, denn hier gab es mit 4.331.171 Übernachtungen ein Plus von 0,2 Prozent. Das macht eine durchschnittliche Auslastung von 36,8 Prozent in Thüringer Beherbergungsstätten, die über 65.000 Gästebetten mit 10 oder mehr Betten bieten.
Ein Blick in die Zukunft
Was die Beschäftigten und den Umsatz in der Branche betrifft, so gibt es auch hier Licht und Schatten. Im Januar 2026 lag der Beschäftigtenindex bei 75,3, was im Vergleich zu 2025 einen Rückgang bedeutet. Der Umsatz in jeweiligen Preisen war im Januar jedoch bei 102,6, was einen positiven Trend aufzeigt. Die Zahlen für die kommenden Monate könnten spannend werden – besonders, wenn man die bevorstehenden Events und Feste bedenkt, die oft für einen Anstieg der Übernachtungen sorgen.
Essen, Trinken, Kultur – Thüringen hat so viel zu bieten, dass man sich immer wieder aufs Neue überraschen lassen kann. Manchmal braucht es eben nur einen kleinen Anstoß, um die Gäste zu begeistern und sie in unsere schönen Städte zu locken. Wer weiß, vielleicht bringt der Herbst neue Chancen?
