tristar Hotels: Ein Modell für die Zukunft der Hotellerie in Zeiten des Fachkräftemangels
Die Hotelgruppe tristar Hotels hat es wieder geschafft: Im Jubiläumsranking „Most Wanted Employer 2026“ der ZEIT wird sie als beliebtester Arbeitgeber der Hotellerie ausgezeichnet. Was für ein Erfolg! Besonders beeindruckend ist, dass tristar Hotels das Berliner Ranking der großen Unternehmen anführt und damit die Konkurrenz aus anderen Branchen wie Energie, IT und Finanzdienstleistungen hinter sich lässt. Das ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern Teil einer kontinuierlichen Entwicklung, die sich in den letzten Jahren abgezeichnet hat.
Mit einem kununu-Score von 4,6 Punkten und einer Weiterempfehlungsrate von 91 Prozent in den letzten zwei Jahren zeigt die Hotelgruppe, dass sie nicht nur auf dem Papier gut dasteht. Diese Bewertung basiert auf den anonymen Stimmen von Mitarbeitenden, die ihre Erfahrungen und Eindrücke teilen. Christian Stein-Kalesky, Head of People & Culture Europe, hebt die gelebte Unternehmenskultur hervor. Flache Hierarchien, gezielte Weiterentwicklung und moderne Führungsstrukturen prägen das Arbeitsumfeld. Ein echter Pluspunkt, wenn man bedenkt, wie wichtig Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung und eine positive Unternehmenskultur für die Wettbewerbsfähigkeit der Hotellerie sind.
Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt
Doch die Branche steht vor Herausforderungen. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen, die qualifizierte Fachkrafttätigkeiten suchen, ist auf die Hälfte des Vor-Corona-Werts gesunken. Das klingt alarmierend, oder? Gleichzeitig ist die Zahl offener Stellen gestiegen, liegt aber weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie. In bestimmten Berufen gibt es Fachkräfteengpässe, bedingt durch ein gesunkenes Arbeitsangebot. Beispielsweise ist die Zahl der Bewerber für Ausbildungsstellen in Hotel- und Gaststättenberufen von 33.000 im Jahr 2009 auf gerade einmal 12.000 im Jahr 2022 gefallen. Das ist ein deutlicher Rückgang!
Die Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen, sind besonders gravierend. Unbesetzte Ausbildungsstellen sind in der Systemgastronomie mit 18,3 Prozent und bei Kaufleuten für Hotelmanagement mit 21,5 Prozent überdurchschnittlich hoch. Im Vergleich dazu liegt der Anteil unbesetzter Stellen über alle Berufe hinweg bei 12,6 Prozent. Hier sind kreative Lösungen gefragt! Empfehlungen zur Verbesserung der Situation beinhalten, die Berufe attraktiver darzustellen, das Engagement in der Berufsorientierung zu verstärken und mehr Quereinsteiger sowie ausländische Beschäftigte zu gewinnen.
Der Weg nach vorne
Für tristar Hotels bedeutet die Platzierung unter den beliebtesten Arbeitgebern nicht nur ein Lob, sondern auch einen Ansporn, die Unternehmenskultur und Arbeitgeberattraktivität weiter auszubauen. In einer Zeit, in der die Hotellerie mit einem akuten Fachkräftemangel kämpft, ist es umso wichtiger, nicht nur die eigenen Mitarbeiter zu halten, sondern auch neue Talente für die Branche zu gewinnen. Die Auszeichnung ist ein Zeichen, dass sich die Mühe gelohnt hat, und dass die Hotelgruppe auf dem richtigen Weg ist. Die gelungene Kombination aus attraktiven Arbeitsbedingungen und einer positiven Unternehmenskultur könnte der Schlüssel sein, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird. Aber eines ist sicher: Die Hotellerie braucht Arbeitgeber wie tristar Hotels, die sich um ihre Mitarbeiter kümmern und gleichzeitig die Branche stärken. Und das ist schließlich ein Gewinn für alle Beteiligten!
