Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum in vielen Hotels die Zimmernummer 420 einfach fehlt? Das ist nicht nur ein skurriles Detail, sondern hat auch seine ganz eigenen Geschichten und Aberglauben. Tatsächlich ist das Weglassen der Nummer 420 weltweit verbreitet, besonders in den USA. Die Hintergründe sind so bunt wie die Gäste, die in diesen Hotels übernachten.

Ein Hauptgrund, warum Hoteliers die Zimmernummer 420 auslassen, ist die Sorge um den sogenannten Kiffer-Tourismus. Man möchte einfach nicht, dass Cannabis-Fans sich in einem Zimmer versammeln und möglicherweise die Ruhe des Hauses stören. Und wenn wir ehrlich sind, wer möchte schon die Nachbarn mit einem Duft von Marihuana belästigen? Auch die Schilder sind ein Problem: Die Nummer 420 wird oft als Andenken entwendet. So kam es schon vor, dass ein mehrfach gestohlenes 420-Meilen-Straßenschild in Colorado durch ein Schild mit der Aufschrift 419.99 ersetzt wurde – auch dieses war schnell wieder weg. Im Jahr 2017 wurde das Schild schließlich ganz entfernt.

Der Ursprung der Zahl 420

Die Zahl 420 hat ihren Ursprung in den 1970er Jahren, als eine Gruppe von Schülern in San Rafael, Kalifornien, beschloss, sich täglich um 16:20 Uhr zum Kiffen zu treffen. Diese Gruppe, die sich selbst „Waldos“ nannte, feiert seitdem den 20. April (4/20 im US-Datumsformat) als inoffiziellen Feiertag für Marihuana-Liebhaber. Man könnte sagen, die Zahl hat sich im Laufe der Jahre zu einem Symbol entwickelt. In vielen Hotels wird ganz bewusst von Zimmer 419 direkt auf 421 gesprungen, um diese Assoziation zu vermeiden.

Doch nicht nur die 420 hat es schwer. In vielen westlichen Kulturen wird auch die Zahl 13 als Unglückszahl betrachtet. Das hat historische Wurzeln, die bis ins Neue Testament zurückreichen – Judas war der 13. Gast beim letzten Abendmahl. Viele Hotels verzichten deshalb auf Zimmernummern mit 13 oder ganze Etagen. In Ostasien ist die Zahl 4 ebenfalls problematisch, da sie ähnlich wie das Wort für „Tod“ klingt. Daher fehlen dort oft Zimmer und Etagen mit der Zahl 4 oder 14.

Unglückszahlen weltweit

Ein weiteres Beispiel kommt aus Italien, wo die Zahl 17 als Unglückszahl gilt, weil sie in römischer Schreibweise (XVII) als „VIXI“ interpretiert wird – was so viel wie „ich habe gelebt“ oder „ich bin tot“ bedeutet. Lustig, oder? Während die 13 in vielen Ländern als Unglückszahl gilt, ist sie in Italien sogar eine Glückszahl. In Südamerika hingegen steht die 13 in Verbindung mit dem Dienstag, was sie dort ebenfalls unheilvoll macht.

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In China wird die Ziffer 4 als Unglückszahl angesehen, was bedeutet, dass in vielen Hotels und sogar Airlines diese Zimmernummer oder Etagen einfach fehlen. Und das geht so weit, dass sogar die Zimmernummer „514“ problematisch ist, da sie wie „ich werde sterben“ klingt. Die kulturellen Unterschiede in Bezug auf Aberglauben und Unglückszahlen sind einfach faszinierend und zeigen, wie wichtig es ist, lokale Bräuche und Überzeugungen zu respektieren.

Die Welt der Hotels ist also nicht nur eine Frage von Komfort und Service, sondern auch von Aberglauben, kulturellen Einflüssen und skurrilen Geschichten. Wer hätte gedacht, dass sich hinter einer einfachen Zimmernummer so viel verbirgt? In jedem Fall ist es spannend zu sehen, wie sich Traditionen und Überzeugungen in der Hotellerie widerspiegeln!