Heute ist der 21.08.2026, und ich möchte mit etwas aufräumen, das mir auf der Seele brennt. Der Ausbildungsreport 2026 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat die Sorgen und Nöte von über 13.000 jungen Menschen ans Licht gebracht. Es ist eine erschreckende Bilanz: Nur 65,7 Prozent der Auszubildenden sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Das sind fast sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 2006. Da fragt man sich: Was ist da los in unseren Ausbildungsstätten?

Eine Umfrage unter 13.227 Auszubildenden aus 25 häufigen Ausbildungsberufen zeigt, dass besonders die mentale Gesundheit und die Zufriedenheit mit der Lehrstelle im Fokus stehen sollten. Von den Befragten berichten 50 Prozent von psychischen Belastungen – da wird einem schon mulmig! Zeitdruck, Personalmangel und das Gefühl, nicht genug Verantwortung zu bekommen, machen den jungen Leuten zu schaffen. Und wie sieht es in den verschiedenen Berufen aus? Während die Zufriedenheit bei Versicherungs- und Verwaltungsfachangestellten bei stolzen 81,8 Prozent liegt, sind es bei angehenden Hotelfachleuten nur knapp 54 Prozent. Oje, das ist echt bitter.

Die Realität der Ausbildung

Ein weiteres alarmierendes Ergebnis der Umfrage: 35,4 Prozent der Auszubildenden leisten regelmäßig Überstunden, und das ist kein Einzelfall. Ein Anstieg um 3,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Belastung weiter steigt. In vielen Fällen müssen die Azubis sogar ausbildungsfremde Tätigkeiten übernehmen – ein neuer Höchststand von 16,3 Prozent! Das sind oft Aufgaben, die nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Nerven kosten. Ich meine, wer hat schon Lust, als Friseur-Azubi ständig mit dem Putzlappen in der Hand rumzulaufen? Da drängt sich die Frage auf, wo die Ausbilder sind – 8,9 Prozent der Befragten haben keinen zuständigen Ausbilder, und 11,6 Prozent geben an, dass ihr Ausbilder selten oder nie für sie da ist. Das ist für die jungen Leute frustrierend und belastend.

Finanziell sieht es für viele Azubis auch nicht rosig aus. Mehr als zwei Drittel können von ihrem Ausbildungsgehalt nicht selbstständig leben, und jeder dritte Azubi ist auf die finanzielle Unterstützung von Eltern oder Nebenjobs angewiesen. Das ist schon ziemlich ernüchternd. Und wie steht’s um den Lehrstellenmarkt? Auch hier gibt es schlechte Nachrichten: 2025 wurden rund 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – das sind 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen stieg um 0,7 Prozent, aber fast jeder fünfte Bewerber sucht vergeblich nach einem Platz, der zu ihm passt.

Ein Appell an die Ausbilder

Nina Krüger, DGB-Bundesjugendsekretärin, macht deutlich, wie wichtig die mentale Gesundheit für die Ausbildung ist. Sie fordert mehr Verlässlichkeit von den Ausbildern. Wenn die Betreuer regelmäßig erreichbar sind, sinkt die Anzahl der hoch belasteten Azubis auf nur 8,5 Prozent – ohne diese Betreuung sind es satte 36 Prozent. Es ist an der Zeit, dass die Branche hier umdenkt und endlich realisiert, wie wichtig eine gute Ausbildung für die Zukunft der jungen Menschen ist.

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Es bleibt also viel zu tun. Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass die jungen Menschen nicht nur einen Beruf lernen, sondern auch Freude daran haben. Denn wer möchte schon in einer „Notlösung“ stecken bleiben? Die Azubis verdienen eine Perspektive, die sie motiviert und ihnen die nötige Unterstützung bietet. Es wird Zeit, dass wir die Stimme der Jugendlichen hören – und handeln!