Fattal Holdings übernimmt 1.040 Zimmer aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group in Deutschland
Heute ist der 12.10.2026
Die Hotelbranche in Deutschland und darüber hinaus hat einen neuen bedeutenden Akteur. Die Fattal Holdings (1998) hat am 7. Oktober 2026 vier deutsche Hotels übernommen, welche zusammen stolze 1.040 Zimmer bieten. Diese Übernahme ist als Teil eines größeren Pakets zu verstehen, das insgesamt 22 Hotels aus der Insolvenzmasse der früheren Revo Hospitality Group umfasst. Die neuen Häuser, die unter den Marken von Leonardo Hotels geführt werden, sind nicht nur eine strategische Erweiterung, sondern auch ein spannender Neuanfang für die betroffenen Standorte.
Das Paket umfasst das H2 Hotel Düsseldorf City mit 250 Zimmern, das Steigenberger Dortmund mit 166 Zimmern sowie zwei Hotels am Berliner Alexanderplatz, die 336 und 288 Zimmer bieten. Fattal, der bereits über 329 Hotels mit insgesamt 58.000 Zimmern in 22 Ländern und 142 Städten verfügt, stärkt durch diese Übernahme seine Marktposition erheblich. Die übernommene Anzahl von 1.040 Zimmern macht etwa 3,16 % des bisherigen Bestands aus und zeigt das Wachstum der Gruppe.
Ein großer Schritt in die DACH-Region
Die Übernahme wird als der bislang größte Einzelzugriff auf das zerschlagene Revo-Portfolio angesehen. Interessanterweise wird mit dieser Akquisition die Budget-Marke Leonardo Smart erstmals umfassend im DACH-Raum vertreten sein. Dazu gehört auch das Leonardo Smart Vienna Airport Hotel mit 510 Zimmern, das am Flughafen Wien liegt und das größte Hotel in Holzbauweise weltweit ist. Es ist beeindruckend, wie schnell solche Projekte realisiert werden können: Das Hotel wurde innerhalb von nur 13 Monaten errichtet und bietet eine moderne, funktionale Unterkunft für Reisende.
Zurück zur Revo Hospitality Group: Diese hatte in der besten Zeit etwa 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern und 135 Städten betrieben. Doch die finanzielle Belastung und die rückläufigen Übernachtungszahlen führten zur Insolvenz, die zu den größten der jüngeren deutschsprachigen Hotelgeschichte zählt. Umso beeindruckender ist es, dass von 178 insolventen Hotels für 154 Käufer gefunden werden konnten. Fattal ist dabei nicht allein: Auch andere internationale Hotelgruppen haben Teile des Revo-Portfolios übernommen, was zeigt, wie dynamisch der Markt bleibt.
Starke Zahlen aus der Fattal Holding
Die Zahlen sprechen für sich: Im zweiten Quartal 2026 erzielte Fattal einen Umsatz von 1.900 Millionen ILS und einen Nettogewinn von 141 Millionen ILS, was eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum ersten Quartal darstellt, in dem der Nettogewinn noch bei minus 316 Millionen ILS lag. Diese positive Entwicklung zeigt, dass Fattal auf dem richtigen Weg ist, auch wenn die Marktkapitalisierung am 12. Oktober 2026 bereits bei 10,4 Milliarden ILS lag. Die Heimatbörse ist die Tel Aviv Stock Exchange, und das Unternehmen gehört zum Sektor zyklischer Konsum sowie zur Branche Hotels und Unterhaltungsdienstleistungen.
Die Übernahme von 22 Hotels ist mehr als nur eine Expansion; es ist ein Zeichen für den Mut und die Entschlossenheit, die die Fattal Gruppe zeigt. In einer Zeit, in der viele Unternehmen unter den Herausforderungen der Branche leiden, geht Fattal mit frischem Wind und klaren Zielen voran. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Hotels entwickeln und welche Standards sie setzen werden.
