Die Nachrichten über den tragischen Verlust von Klaus Rader, dem Mitgründer von L’Osteria, erschüttern die Gastronomie- und Motorsportwelt. Am 9. Oktober 2026 verunglückte er tödlich während der Motorsportveranstaltung „550 Challenge Mallorca“. Während einer Fahrt auf einer Bergetappe zwischen Lluc und Pollença kam sein Wagen von der Straße ab und stürzte einen Abhang hinunter. Rader war als Testfahrer eingesetzt, um die Strecke vor dem Teilnehmerfeld zu befahren. Seine Beifahrerin, die 39-jährige Profi-Co-Pilotin Christina Ettel, wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Umstände des Unfalls werden derzeit von der spanischen Polizei untersucht.

Klaus Rader wurde 63 Jahre alt und hinterlässt seine Frau sowie vier gemeinsame Kinder. Er war nicht nur ein leidenschaftlicher Rennfahrer, sondern auch ein Pionier in der Systemgastronomie. Bevor er L’Osteria gründete, war er bereits im Alter von 25 Jahren Deutschlands jüngster McDonald’s-Franchisenehmer. Mit viel Engagement führte er später sechs eigene McDonald’s-Restaurants. 1999 übernahm er zusammen mit seinem Freund und Geschäftspartner Friedemann Findeis einen kleinen italienischen Betrieb in der Nürnberger Pirckheimerstraße, der später die Basis für die erfolgreiche Kette L’Osteria wurde.

Ein Unternehmer mit Vision

Die beiden Gründer waren zuvor Stammgäste in dem Lokal und kannten die Stärken und Schwächen genau. Findeis übernahm das operative Geschäft, während Rader für Finanzen und Konzeptentwicklung zuständig war. Diese klare Aufgabenteilung war entscheidend für den späteren Erfolg. Die große Liebe zur italienischen Küche, insbesondere zu den übergroßen Pizzen, machte L’Osteria schnell zu einer beliebten Marke. Die Kette expandierte rasch, und bald folgten Standorte in Rosenheim, Regensburg und München. Im Jahr 2011 wagten sie den Schritt und eröffneten das erste L’Osteria-Restaurant in Österreich.

Doch das war nicht alles: Rader und Findeis waren auch am Aufbau von Vapiano beteiligt, einer anderen bekannten Restaurantkette. 2011 verkauften sie ihre Anteile an Vapiano, um sich voll und ganz auf L’Osteria zu konzentrieren. Mit dem Einstieg von McWin als Mehrheitseigentümer im Jahr 2023 blieb Rader Gesellschafter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. L’Osteria würdigte ihn als Unternehmer und Freund, der mit Energie, Klarheit und Leidenschaft seine Kollegen inspirierte. Für viele war er nicht nur ein Geschäftspartner, sondern auch ein vertrauter Freund.

Ein bleibendes Erbe

Der Bundesverband der Systemgastronomie hob sein Engagement über L’Osteria hinaus hervor, besonders seine Unterstützung für die politische Arbeit des Verbands, wie den Einsatz für eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Speisen. Rader hinterlässt ein beeindruckendes Erbe, das nicht nur in den Restaurants von L’Osteria weiterlebt, sondern auch in der Gastronomie als Ganzes. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Branche und für all jene, die ihn kannten und schätzten.

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Heute, am 12. Oktober 2026, bleibt die Gastronomiewelt in Trauer um einen Mann, der mit seiner Vision und Leidenschaft viele inspiriert hat. L’Osteria bat die Öffentlichkeit um Respekt für die Privatsphäre der Familie und Weggefährten in dieser schweren Zeit. Rader wird in den Herzen seiner Familie, Freunde und Kollegen weiterleben – und das nicht nur in Form von übergroßen Pizzen, sondern auch als Symbol für Unternehmergeist und Freundschaft.