Heute ist der 2.11.2026 und wir blicken auf die jährliche Convention des Planer- und Beraterverbands FCSI Deutschland-Österreich zurück, die vor wenigen Wochen in Hamburg stattfand. Rund 130 Teilnehmer kamen zusammen, um über die Zukunft von Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu diskutieren. Unter dem Motto „The Next Economy & Next Hospitality“ wurde ein spannender Bogen geschlagen zwischen gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen in der Branche.

Ein zentrales Ereignis der Veranstaltung war die Jahreshauptversammlung, bei der Michael Neuner zum neuen Präsidenten gewählt wurde. Seine Vision für die Branche scheint klar: Die FCSI will als starker Partner an der Entwicklung der Hospitality weiterarbeiten, insbesondere in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten. Alexander Hofer wird ihm als Stellvertreter zur Seite stehen, während Ruven Eichert das Amt des Schatzmeisters behält. Neu in den Beirat berufen wurden unter anderem Marcus Seidl für Netzwerke und Oliver Schanz für Wissen und Bildung. Es ist also einiges in Bewegung!

Innovation und Zukunftsstrategien

Der „Innovation Circle“ war wieder einmal das Herzstück der Convention. Hier kamen Fachleute aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um über neue Ansätze und Ideen zu diskutieren. Mit von der Partie waren unter anderem der Hotelier Marco Nussbaum und der Kulinarikexperte Heiko Antoniewicz, die beide eindrucksvoll darlegten, wie wichtig Technologie und eine angepasste Ausbildung im Gastgewerbe sind. Nussbaum sprach über seinen Einsatz von Technologie in den Hiamo-Hotels – ein digitaler „Maschinenraum“, der das persönliche Gasterlebnis unterstützen soll. Antoniewicz stellte die Frage, wie wir die Ausbildung im Gastgewerbe an die wachsenden Anforderungen anpassen können. Ein großes Thema, das alle angeht!

Nina Weiss, die Zukunftsstrategin, plädierte für ein systemisches und langfristiges Denken. Sie wies darauf hin, wie wichtig es ist, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die Hospitality daran zu beteiligen. Diese Gedanken fanden viel Anklang. Wie können wir mehr „Dritte Orte“ schaffen, an denen sich Menschen treffen und begegnen können? Diese Fragen sind besonders relevant in Zeiten, in denen Einsamkeit zunimmt.

Ein Blick auf die Trends

Ein weiterer spannender Aspekt, der bei der Convention zur Sprache kam, war der Einfluss der Gaming- und Influencer-Szene auf die Gastronomie. Auf der Open Stage des „Innovation Circle“ diskutierten die Teilnehmer, wie man die hohe Reichweite dieser neuen Zielgruppen für die Gastronomie nutzen kann. Ein interessanter Ansatz, der zeigt, dass die Branche sich stetig wandelt und anpassen muss.

Im Rahmenprogramm gab es ebenfalls einiges zu erleben. Von einem Abend in der Elbschmiede Altona mit einem Shanty-Chor bis hin zu einem Networking-Lunch auf der MS Hammonia – die Teilnehmenden hatten viele Gelegenheiten, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Eine Dinnerparty im Restaurant „Elemente“ im Westfield Hamburg-Überseequartier und eine Trendtour zu neuen Projekten der Hamburger Gastronomie- und Hospitality-Szene rundeten das Programm ab.

Ausblick auf die Zukunft

Für 2027 plant der Verband, die Beiratsfunktionen und das EPIC-Programm weiterzuentwickeln. Das EPIC-Programm soll als Rekrutierungsmodell dienen und einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Verbands leisten. Michael Neuner ist sich sicher, dass durch die Verbindung von Kooperation und Wettbewerb – oder wie er es nennt, „Coopetition“ – die Branche gestärkt werden kann.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die FCSI Convention in Hamburg nicht nur ein Ort des Austauschs war, sondern auch ein Schaufenster für die Zukunft der Gastronomie und Hotellerie. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Impulse und Ideen dieser Veranstaltung in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln werden.