Heute ist der 14.06.2026 und die Stimmung in der deutschen Fischindustrie ist angespannt. Das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland, das die Einfuhr von Alaska-Seelachs erheblich einschränken soll, steht vor der Tür. Die EU-Kommission plant, die Menge der eingeführten Fischprodukte innerhalb der nächsten zwei Jahre um satte 50 Prozent zu reduzieren. Klingt nach einem gewaltigen Umbruch, oder? Und genau das ist es auch. Deutschland, als größter Abnehmer von russischem Alaska-Seelachs-Filet in der EU, steht vor einer echten Herausforderung.

Im vergangenen Jahr wurden 93.500 Tonnen gefrorene Filets im Wert von rund 228 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Das ist eine Menge, die sich gewaschen hat! Der Anteil russischer Ware hat sich in den letzten Jahren von 15 Prozent im Jahr 2020 auf 45 Prozent in diesem Jahr erhöht. Und jetzt wird es ernst: Nach dem Inkrafttreten des Sanktionspakets darf nur noch 75 Prozent der bisherigen Menge importiert werden – und nach zwei Jahren sind es dann nur noch 50 Prozent. Das könnte für viele deutsche Produzenten und Verbraucher ernste Folgen haben.

Die Auswirkungen auf die Fischindustrie

Das Thünen-Institut warnt bereits vor erheblichen Konsequenzen für Angebot, Preise und Arbeitsplätze in der Fischverarbeitungsindustrie. Die weniger verfügbare Rohware könnte nicht nur zu höheren Preisen führen, sondern auch zu möglichen Produktionsstopps. Das alles klingt nicht nach einer rosigen Zukunft für Fischstäbchen, oder? Und das, wo wir uns doch so gerne mit diesen kleinen, knusprigen Leckereien eindecken.

Die Industrie schaut sich bereits nach Alternativen um, doch die Realität sieht so aus: Ein vollwertiger Ersatz für Alaska-Seelachs, wie etwa Pangasius, ist einfach nicht in Sicht. Die Fischerei im Golf von Alaska, im Ochotskischen Meer und der Beringsee liefert die begehrten Filets, aber US-amerikanische Fischereien sind durch langfristige Verträge gebunden. Das heißt, die Hoffnung auf eine sofortige Lösung könnte sich als Trugschluss erweisen. Die Perspektive, dass nicht mehr gekaufter russischer Fisch in andere Weltregionen geliefert wird, schwebt wie ein Damoklesschwert über der Branche.

Die Reaktionen der Hersteller

Und was sagen die großen deutschen Hersteller wie Iglo und Frosta dazu? Bisher halten sie sich merkwürdig bedeckt und äußern sich nicht zu den Sanktionen und deren potenziellen Folgen. Das macht einen schon nachdenklich. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hingegen unterstützt die Maßnahmen zur wirtschaftlichen Schwächung Russlands und prüft die Auswirkungen. Ein bisschen wie Katz und Maus, oder? Während die eine Seite die Sanktionen einführt, gibt es auf der anderen Seite Bedenken und Unsicherheiten, die nicht einfach ignoriert werden können.

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Ein Blick in die Zukunft

Der 21. Sanktionspaket-Entwurf, der bis Juli beschlossen werden soll, sieht unter anderem auch ein vollständiges Importverbot für russischen Kabeljau ab 2028 vor. Die EU hat bereits Einfuhren von Öl, Gas und anderen Gütern aus Russland eingeschränkt. Die Sanktionen haben also das Ziel, die Einnahmen der russischen Exportwirtschaft zu reduzieren, um die Kriegsführung gegen die Ukraine zu erschweren. Ein heikles Thema, das nicht nur die politische Landschaft beeinflusst, sondern auch die Teller der Deutschen.

Die Frage bleibt, was dieser Wandel für die Zukunft der deutschen Fischindustrie bedeutet. Werden wir bald auf Fischstäbchen aus Fernost zurückgreifen müssen? Oder finden wir doch noch einen Weg, diese Herausforderung zu meistern? Die Zeit wird es zeigen, doch eines ist klar: Der Druck steigt, und die Wellen, die diese Sanktionen schlagen, werden noch lange zu spüren sein.