Heute ist der 20.05.2026. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen aus dem deutschen Gastgewerbe zeigt: Der März war alles andere als ein Zuckerschlecken. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vormonat, Februar 2026, deutlich gesunken. Real sind es 2,2 Prozent weniger, nominal immerhin 1,3 Prozent. Wenn man sich die Zahlen aus dem letzten Jahr anschaut, wird das Bild nicht viel rosiger. Der Umsatz liegt real 5,2 Prozent tiefer als im März 2025, während er nominal um 2,5 Prozent gestiegen ist. Das klingt widersprüchlich, aber es zeigt die komplexe Situation, in der wir uns befinden.
Der Rückgang trifft vor allem die Hotels und anderen Beherbergungsunternehmen: Hier gab es einen realen Umsatzverlust von 5,6 Prozent und nominal sogar 3,4 Prozent im Vergleich zum Februar. Wenn man das mit den Zahlen vom März 2025 vergleicht, sieht man, dass der Umsatz real 4,2 Prozent niedriger ist, während der nominale Wert um 2,6 Prozent gestiegen ist. Also, es gibt Licht und Schatten, aber der Trend ist klar – es läuft nicht rund.
Gastronomie trotzt den Turbulenzen
<pIn der Gastronomie bleibt die Situation etwas stabiler. Der Umsatz fiel hier real um nur 0,1 Prozent, wohingegen der nominale Wert um 0,2 Prozent zulegte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich jedoch auch hier der reale Umsatz um 5,7 Prozent verringert, während nominal ein Plus von 2,3 Prozent zu verzeichnen ist. Das klingt fast wie ein Auf und Ab auf einer Achterbahn, nicht wahr?
Doch es gibt auch Lichtblicke. Laut DATEV kam es im April 2026 zu einer leichten Umsatzbelebung im deutschen Mittelstand. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex kletterte auf 98,4 Punkte. Das Gastgewerbe hat hier mit einem beeindruckenden Plus von 7,1 Prozent den stärksten Umsatzzuwachs unter allen betrachteten Branchen erzielt. Sondereffekte wie ein schwacher Vorjahresmonat und die geltende Mehrwertsteuersenkung haben dabei sicherlich ihren Teil dazu beigetragen.
Löhne und Beschäftigung
Die Löhne stiegen im April 2026 im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent, und im Gastgewerbe sogar um 6,6 Prozent. Das sind positive Nachrichten für die Beschäftigten, die in diesen unsicheren Zeiten eine kleine Entlastung erfahren. Interessanterweise sank jedoch der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Zwiespalt, der viele Fragen aufwirft.
Die revidierten Zahlen für den Februar zeigen einen realen Umsatzanstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zum Januar 2026. Das deutet darauf hin, dass es möglicherweise eine langsame, aber stetige Erholung gibt. Wer weiß, vielleicht können wir in den kommenden Monaten wieder von besseren Zahlen berichten. Aber für den Moment bleibt das Gastgewerbe in Deutschland in einer herausfordernden Lage.
Die Methodik hinter diesen Zahlen ist wichtig zu verstehen: Die Nettoumsätze ohne Mehrwertsteuer spiegeln die kurzfristigen konjunkturellen Entwicklungen wider, während Vorjahresvergleiche saisonale Schwankungen ausklammern. Das macht die Analyse der aktuellen Lage nicht einfacher, aber umso spannender. Das Gastgewerbe bleibt ein dynamischer Bereich, der ständig in Bewegung ist und sich an die Gegebenheiten anpassen muss.
Die nächste Zeit wird zeigen, ob sich die positiven Trends fortsetzen und ob die Branche den Aufwind nutzen kann. In der Gastronomie und Hotellerie wird es weiterhin darum gehen, flexibel zu bleiben und auch in Krisenzeiten kreative Lösungen zu finden. Auf jeden Fall bleibt es spannend – und wir sind gespannt auf die nächsten Schritte!