Novum Hospitality: Auf Kurs in stürmischen Zeiten – Ein Blick in die Zukunft der deutschen Hotellerie
Heute ist der 6.10.2026, und aus dem Herzen Hamburgs kommen spannende Neuigkeiten von der Novum Hospitality, einer der größten Hotelgruppen Deutschlands. Die familiengeführte Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit Gesamterlösen von 450,9 Millionen Euro abgeschlossen – allerdings bedeutet das einen Rückgang von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein bisschen schade, oder? Aber bevor wir jetzt in die Traurigkeit abtauchen, sollte man wissen, dass das operative Ergebnis (EBITDA) mit 33,4 Millionen Euro und der Gross Operating Profit (GOP) von 151 Millionen Euro durchaus positiv sind. Der Revenue per Available Room (RevPar) beläuft sich auf 59,2 Euro. Na, damit kann man doch leben!
Der Rückgang der Erlöse ist vor allem der Integration von rund 40 Bestandshotels in die Markenwelt von IHG Hotels & Resorts geschuldet. Eine große Umstellung, die nicht ohne Herausforderungen kommt – Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen der Quality Improvement Plans (QPIPs) haben zu temporären Zimmersperrungen geführt. CEO David Etmenan sieht diese Schritte als kalkulierte Investitionen in die Zukunft. Schließlich soll die langfristige Qualität und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Von den 40 integrierten Hotels, die nun in die neue Struktur überführt werden, entfallen 35 auf die Marke Garner und fünf auf Candlewood Suites. Ein mutiger Schritt!
Investitionen und neue Projekte
Für die kommenden Jahre hat Novum einiges in der Pipeline. Von 2024 bis Ende 2026 sind Investitionen in Höhe von insgesamt 48,5 Millionen Euro geplant, davon allein 35 Millionen Euro für 2025. Das ist schon eine Ansage! In diesem Jahr hat die Gruppe zudem drei neue Hotels eröffnet: Das Holiday Inn – The Niu Flux in Passau, Candlewood Suites Berlin Charlottenburg und das Holiday Inn – The Niu Pax am Berliner Flughafen. Und das ist noch nicht alles: Novum hat sich im Jahr 2025 auch acht Neubauprojekte mit insgesamt rund 1.400 Zimmern gesichert. Die Gesamtpipeline umfasst sogar 27 Projekte mit rund 5.000 Zimmern. Wow, das klingt nach einem echten Wachstumsschub!
Die Zusammenarbeit mit IHG Hotels & Resorts ist ebenfalls ein bedeutender Schritt. Im Rahmen einer langfristigen Kooperationsvereinbarung wird die Hotelpräsenz von IHG in Deutschland auf über 200 Hotels in fast 100 Städten verdoppelt. Bis 2028 sollen bis zu 108 NOVUM Hotels und 11 in Entwicklung befindliche Hotels in das IHG-System integriert werden. Diese Umstellung beginnt bereits 2024. Ein großer Teil wird innerhalb der nächsten 24 Monate umgesetzt, und das könnte IHGs globale Unternehmensgröße um bis zu 1,9 % wachsen lassen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten!
Blick auf den deutschen Hotelmarkt
Doch wie steht es eigentlich allgemein um den deutschen Hotelmarkt? Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat kürzlich die 25. Ausgabe des Branchenreports „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die deutsche Hotellerie zeigt sich auf dem Weg der Besserung, hat jedoch das Vorkrisenniveau noch nicht ganz erreicht. Die durchschnittliche Zimmerauslastung hat um 0,9 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent zugelegt, während der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis um 2,8 Prozent auf 109 Euro gesunken ist. Das führt zu einem Rückgang des RevPAR auf 74 Euro – auch nicht gerade erfreulich.
Die Nachfrage ist jedoch stark, mit 497,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025, was einen neuen Höchstwert für das Beherbergungsgewerbe markiert. Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im klassischen Beherbergungsgewerbe ist 2025 um 40,1 Prozent gestiegen. Hohe Kostenbelastungen und zunehmende Bürokratie drücken auf die Margen. IHA-Vorsitzender Otto Lindner hebt hervor, dass verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Branche von entscheidender Bedeutung sind. Die Branche braucht Entlastungen, etwa bei den Energiepreisen oder der Bürokratie – und vielleicht auch ein wenig mehr Unterstützung für die Fachkräftesicherung.
Es bleibt spannend, wie sich die Novum Hospitality und der deutsche Hotelmarkt insgesamt entwickeln werden. Eines ist sicher: Die Branche bleibt dynamisch und voller Möglichkeiten. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!
