Heute ist der 28.04.2026. Der Markt für Serviced Apartments in Europa hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Die Bedeutung dieser Unterkunftsform wächst rasant, was sich in einem Transaktionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 zeigt. Das macht etwa 5 Prozent des gesamten Investitionsvolumens im Bereich Hotel- und Beherbergungsimmobilien aus. Diese Zahlen stammen aus einer Analyse, die 26 europäische Städte umfasst, in denen Serviced Apartments nach wie vor unterrepräsentiert sind.

In Europa entfällt nur 8 Prozent des bestehenden Unterkunftsangebots auf Serviced Apartments, während in der Entwicklungspipeline bereits 12 Prozent der Zimmer für diese Art von Unterkunft vorgesehen sind. Die Auslastung dieser Apartments lag 2025 bei beeindruckenden 79 Prozent, mit einer durchschnittlichen Tagesrate von 136 Euro (Daten von CoStar Group). Im Vergleich dazu hat der gesamte Hotelsektor lediglich ein Wachstum von 1,0 Prozent pro Jahr verzeichnet, während die Nachfrage nach Serviced Apartments seit 2019 jährlich um durchschnittlich 5,9 Prozent gestiegen ist. Dies zeigt deutlich, dass immer mehr Reisende diese Form der Unterkunft bevorzugen.

Regulierungen und ihre Auswirkungen

Ein weiterer Faktor, der die Nachfrage nach Serviced Apartments beeinflusst, sind die zunehmenden Regulierungen im Bereich der Kurzzeitvermietungen. In Städten wie Amsterdam kam es zwischen 2019 und 2024 zu einem Rückgang informeller Kurzzeitvermietungen um rund 44 Prozent. Ab 2026 werden dort neue Regelungen gelten, die eine Begrenzung auf 15 Nächte pro Jahr in zentralen Stadtteilen vorsehen. Auch in Paris und Edinburgh werden die Vorschriften verschärft, was die Attraktivität regulierter Angebote wie Serviced Apartments erhöht.

In Deutschland verzeichnete der Markt für Serviced Apartments 2025 ein Transaktionsvolumen von rund 65 Millionen Euro, was etwa 3 Prozent des gesamten Volumens von Hotel- und Beherbergungsimmobilien entspricht. Diese Zahlen liegen jedoch unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, der bei 113 Millionen Euro und 7 Prozent lag. Der deutsche Markt befindet sich aktuell in einer Phase der Institutionalisierung und Konsolidierung, begleitet von einer starken Expansion einzelner Betreiber.

Investoreninteresse und zukünftige Perspektiven

Interessanterweise zeigt auch der Extended Stay-Sektor ein wachsendes Interesse bei Investoren. Im Jahr 2023 betrug das Transaktionsvolumen im europäischen Extended Stay-Sektor fast 700 Millionen Euro, was 4,7 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens im Hospitality-Bereich entspricht. Obwohl der gesamte Hospitality-Markt um 18 Prozent zurückgegangen ist, war die Aktivität im Extended Stay-Sektor relativ stabil. Laut der Savills European Living Investor Sentiment Survey planen 30 Prozent der Befragten, in den nächsten drei Jahren in europäische Extended Stay/Serviced Apartments zu investieren.

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Der Sektor bietet typischerweise höhere Gewinnmargen, die 10 bis 20 Prozent über dem Niveau vergleichbarer Hotels liegen. Angesichts steigender Schuldenkosten und strengerer Kreditvergabeprüfungen wird die Attraktivität des Sektors weiter gesteigert. Die zukünftige Nachfrage und das wachsende Verbraucherbewusstsein stärken das Interesse an Extended Stay-Angeboten, was auch im Vergleich zu etablierten Asset-Klassen wie Hotels und PBSA deutlich wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Markt für Serviced Apartments und Extended Stay weiterhin ein spannendes Terrain für Investoren darstellt, insbesondere in Anbetracht der sich verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der steigenden Nachfrage nach flexiblen Unterkunftsoptionen. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie sich dieser Sektor entwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten sich für Anbieter und Investoren ergeben.