Urlaub im Norden: Schweizer entdecken kühle Paradiese jenseits des Südens!

Urlaub im Norden: Schweizer entdecken kühle Paradiese jenseits des Südens!
Schweden, Land - Stichwort Klimawandel: Während Sommerferienplanungen für 2025 bereits in vollem Gange sind, zeigt sich ein spannender Trend im Reiseverhalten der Schweizerinnen und Schweizer. Anstelle der gewohnt heißen Mittelmeerküsten ziehen kühle Reiseziele im Norden – wie etwa Großbritannien, Norddeutschland und Skandinavien – großes Interesse auf sich. Travelnews berichtet, dass besonders Island und Norwegen in den Bestsellerlisten für Sommerferien auftauchen. Flüge nach Heringsdorf, Akureyri und Kittilä finden mehr und mehr Beachtung.
Der Anteil der Mittelmeerreisen, der 2022 noch bei 38 Prozent lag, wird für 2024 auf nur 33 Prozent geschätzt. Dies zeigt, dass es keinen massiven Exodus in den Norden gibt, sondern vielmehr eine sanfte Annäherung an neue Abenteuer. Airline-Planungen unterstützen diesen Trend: Easyjet plant, Destinationen wie Edinburgh einen Platz im Sommerflugplan 2025 zu geben, während klassische Ziele wie Mallorca und Sardinien nicht aus dem Blickfeld verschwinden.
Nordische Anziehungskraft und Tourismuswandel
Die EU zeigt in einer aktuellen Studie, dass kühlere Regionen in Europa stark vom Klimawandel profitieren könnten. Tagesschau belegt, dass der Anstieg der Temperaturen in den Südeuropäischen Urlaubsländern dazu führt, dass immer mehr Reisende, darunter auch Hanneke Bechthum aus den Niederlanden, als „Klimatouristen“ nach Alternativen suchen – weg von den heißen Stränden in den Norden.
Skandinavische Tourismusanbieter entdecken diese Möglichkeit und bewerben ihre kühleren Regionen aktiv. Der Begriff „Coolcation“, eingeführt von der schwedischen Tourismusagentur „Visit Sweden“, beschreibt das zunehmende Interesse an Reisen in kühlere Gebiete. Besucher berichten von um bis zu 20 Prozent gestiegenen Übernachtungen auf schwedischen Campingplätzen und einer wachsenden Beliebtheit dieses Reiseformats.
Die Zahlen sprechen für sich
Die aktuelle Studie „Regional impact of climate change on European tourism demand“ des Joint Research Centers der Europäischen Kommission zeigt klar: Die Vorhersagen für die Entwicklung der Tourismusnachfrage bis 2100 sind besorgniserregend. Bei einem Temperaturanstieg von 3°C wird mit einer Nachfrageverschiebung nach Norden gerechnet. Zielregionen wie Zentraleuropa, Großbritannien und Skandinavien könnten um bis zu 15 Prozent zulegen, während Südeuropa vor Rückgängen von bis zu 10 Prozent steht.
| Temperaturanstieg | Auswirkungen auf die Nachfrage |
|---|---|
| 1,5°C | Geringfügiger Rückgang in Südeuropa, leichtes Wachstum im Ostseeraum |
| 2°C | Ähnliches Bild, zusätzlich Nachfragewachstum im Nordsee-Ärmelkanalbereich |
| 3°C | Starke Nachfrageverschiebung nach Norden, Rückgänge in südeuropäischen Inseldestinationen |
| 4°C | Verstärkte Rückgänge im westlichen Mittelmeerraum, stabile Nachfrage im Nordteil |
Tourismusverantwortliche sehen in den nördlichen Märkten viel Potenzial, insbesondere da neue Kunden über ein hohes Reisebudget verfügen. Auch wenn die Massenflucht aus dem Mittelmeerraum als unbegründet gilt, zeigt sich, dass viele Reisende, wie Karin und Janek Struwe aus Brandenburg, vor den extremen Temperaturen des Mittelmeers jetzt klar mehr Wert auf kühlere Reiseziele legen. Ein Umdenken hat begonnen und wir sind gespannt, wie sich dieser Trend in den kommenden Jahren entwickelt!
| Details | |
|---|---|
| Ort | Schweden, Land |
| Quellen | |
