Die Reisebranche in der Schweiz hat einen neuen Stern am Himmel – Carla Riss! Im aktuellen Printmagazin von TRAVEL INSIDE wird sie offiziell vorgestellt, nachdem sie als Quereinsteigerin in den Vorstand des Schweizer Reise-Verbands (SRV) gewählt wurde. Vor zehn Jahren begann ihre Reise – und das nicht im wahrsten Sinne des Wortes. Zuvor war sie im Buchhandel tätig, bevor sie den Sprung in die aufregende Welt des Reisens wagte. Heute leitet sie mit viel Leidenschaft Meraki Travel, eine Marke, die sie zusammen mit Lukas Meier ins Leben rief. Die Idee dazu kam ihr während einer Taxifahrt in Mexiko – wer hätte gedacht, dass eine solche Inspiration in einem fahrenden Auto entstehen kann?

Mit nur 34 Jahren bringt Riss frischen Wind in die Branche. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte die Stimmen und Ideen der Jüngeren in der Reisebranche stärker zur Geltung bringen. Das hat sie bereits in ihrer Funktion beim SRV fest im Blick. Die Zusammenarbeit zwischen den Generationen ist für sie entscheidend. Die Jüngeren sollen von den wertvollen Erfahrungen der älteren Mitglieder profitieren – eine Art Wissensaustausch, der für alle Seiten bereichernd ist. Im Kontext ihrer Aufgaben wird es nun auch eine neue Rubrik mit Expertentipps geben, die in den monatlichen Destination Reports erscheinen wird. Da kann man gespannt sein!

Abenteuer in Marokko und Japan

In der aktuellen Ausgabe von TRAVEL INSIDE dreht sich alles um spannende Destinationen. Manuela Modena von Let’s go Tours nimmt die Leser mit auf eine aufregende Reise nach Marokko. Hier werden nicht nur die atemberaubenden Höhlen besichtigt, sondern auch Dromedarritte und Sandboarding stehen auf dem Programm – ein echtes Abenteuer für Familien und Erwachsene. Und das ist noch nicht alles: Die Destination Reports widmen sich ebenfalls Japan, wo Fernreisen und Tauchferien im Fokus stehen. Ein bunter Mix, der die Reiselust bei jedem Leser weckt!

Am 13. November 2026 können die Abonnenten von TI die Printausgabe in den Händen halten – ein Datum, das schon jetzt in vielen Kalendern markiert sein dürfte. Die Themenvielfalt wird durch Umfragen über Flugticketpreise und Powerbanks ergänzt, was für die Reisenden von heute unerlässlich ist. Wer möchte nicht gut vorbereitet in den nächsten Urlaub starten?

Die Herausforderung der Nachwuchsgewinnung

<pDoch trotz dieser positiven Entwicklungen steht die Branche vor Herausforderungen. Die Ausbildungsplätze in der Schweizer Reisebranche sind knapp. Im kommenden Lehrjahr 2026 werden lediglich 79 Jugendliche eine KV-Lehre im Tourismus beginnen – eine Zahl, die im Vergleich zu den über 200 Lernenden im Jahr 2005 besorgniserregend niedrig ist. Daniela Maspoli, Ausbildungs­verantwortliche des SRV, macht auf die sinkende Anzahl von Arbeitsplätzen aufmerksam. Es gibt zahlreiche Gründe für das begrenzte Angebot an Lehrstellen: fehlende personelle Ressourcen, Platzmangel in vielen Reisebüros und eine hohe Anzahl an Teilzeitmitarbeitenden, die den Lernenden nicht immer die nötige konstante Anleitung bieten können.

Unternehmen wie Rolf Meier Reisen in Neuhausen am Rheinfall sind seit Jahren Vorreiter in der Ausbildung. Sie bieten seit über 50 Jahren Lehrstellen an und sehen es als ihre Pflicht, die nächste Generation zu fördern. Die Lernenden bringen frische Ideen und Perspektiven mit – und viele bleiben nach der Ausbildung im Unternehmen. Es ist eine Win-Win-Situation, die zeigt, wie wichtig es ist, in die Zukunft zu investieren.

Die Situation bei Eurotrek unterscheidet sich da schon etwas. Der Aktivferien-Spezialist hat in diesem Jahr gleich zwei Lernende eingestellt und setzt auf Integration ins Team sowie Verantwortung für die Auszubildenden. Co-Geschäftsführerin Nina Fluri spricht sich für eine Reduzierung des administrativen Aufwands aus, damit Ausbildungsbetriebe sich auf das Wesentliche konzentrieren können: die Ausbildung selbst.

Und dann gibt es noch Rilex, die nach einer langen Pause wieder Lernende ausbilden. Inhaber Iwan Berger erkennt die Bedeutung der Ausbildung als Investition in die Zukunft und betont, dass die Branche neue Talente dringend benötigt. Doch das Imageproblem der Reisebüros bleibt bestehen – viele sehen sie nicht als zukunftsträchtige Karriereoption. Das muss sich ändern, denn die Reisebranche hat viel zu bieten!

Die Herausforderung, mehr Jugendliche für den Beruf zu gewinnen und gleichzeitig die Ausbildungszahlen zu steigern, ist groß. Es braucht bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und ein stärkeres Engagement der Unternehmen – insbesondere der größeren Betriebe. Nur so kann die Reisebranche zukunftsfähig bleiben und ihre Vielfalt an Möglichkeiten zeigen!