Cyberangriffe auf Hotels: Wie Hacker die Reisebranche bedrohen
In der Reisebranche, wo Träume von fernen Ländern und entspannenden Urlauben Realität werden, sieht es momentan ganz schön turbulent aus. Cyberkriminelle haben es wieder einmal auf die sensiblen Daten von Hotelgästen abgesehen. Jüngst wurde das Kurhaus Binz, eines der 13 Arosa-Hotels, Opfer eines Hackerangriffs. Laut fvw.de haben die Angreifer zahlreiche Kundendaten erbeutet. Arosa, die zur Dertour-Gruppe gehört, hat betroffene Kunden umgehend per E-Mail über den Vorfall informiert. Eine erschreckende Entwicklung, die zeigt, wie verwundbar selbst etablierte Hotelketten sind.
Doch nicht nur Arosa-Hotels sind betroffen. Bereits am 29. Juli 2026 wurde ein Cyberangriff auf einen bundesweit tätigen Hotelsoftware-Dienstleister gemeldet. Dabei wurden Gästedaten entwendet – Namen, Anschriften und konkrete Buchungsinformationen stehen auf der Liste der gestohlenen Daten. Bankdaten hingegen scheinen nicht betroffen zu sein. Allerdings haben die Cyberangreifer schnell reagiert und erste Phishing-Versuche gestartet. Diese sind besonders perfide, denn sie nutzen die gestohlenen Daten, um gezielte Nachrichten zu versenden, die scheinbar von Hotels stammen. Das lässt einem schon das Gruseln kommen!
Die Bedrohung für die gesamte Branche
Die Angriffe auf die Reisebranche nehmen zu, und das macht nicht nur den Betreibern der Hotels zu schaffen. Laut einer Analyse von ReliaQuest scheint eine koordinierte DNS-Poisoning-Kampagne gegen Captive-Portal-Gateways in Hotels und Konferenzzentren im Gange zu sein. Die Angreifer scheinen es besonders auf schwache Administratorpasswörter abgesehen zu haben, um in die Netzwerkinfrastrukturen einzudringen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nach der Kompromittierung werden die Nutzer auf gefälschte Microsoft-Anmeldeseiten umgeleitet. Ein Spiel mit hohen Einsätzen – und die Risiken sind nicht zu unterschätzen.
Besonders betroffen von diesen Angriffen sind Geschäftsreisende aus verschiedenen Branchen – von Finanzen bis zur Gesundheitsversorgung. Die Täter haben es auf exponierte Schnittstellen wie SSH und Web-Konsolen abgesehen. Es ist schon fast ein wenig absurd, wenn man darüber nachdenkt: Angreifer, die die Device-Code-Authentifizierung missbrauchen, um die Multifaktor-Authentifizierung zu umgehen. Wo sind wir bloß hingekommen?
Inmitten all dieser Bedrohungen gibt es auch Berichte über Betrugsversuche, die über Plattformen wie Booking.com laufen. Hotels werden mit angeblichen Last-minute-Buchungen überflutet, die in Wahrheit nichts weiter sind als ein Vorwand für Phishing-Attacken. E-Mails, die den Anschein erwecken, von Booking.com zu stammen, fordern Hotels auf, ihre Extranet-Einstellungen zu ändern. Und was passiert? Na klar, da ist ein fieser Link dabei, den man besser nicht anklicken sollte. Es ist ein gefährliches Spiel, und Hotels müssen wachsam sein!
So schützt man sich
Der Schlüssel zur Sicherheit in dieser unsicheren Zeit liegt in der Wachsamkeit. Hotels sollten ihre Passwörter regelmäßig ändern, insbesondere die für das Booking.com-Extranet. Zwei-Faktor-Authentifizierung? Unbedingt aktivieren! Es ist auch wichtig, die hinterlegte Telefonnummer zu überprüfen. Außerdem sollten automatisierte Nachrichten und die Kommunikation mit Gästen genau unter die Lupe genommen werden. Wenn etwas seltsam aussieht, ist es das wahrscheinlich auch.
Die Vorfälle aus der Reisebranche verdeutlichen, dass Cyberkriminalität ein ernstzunehmendes Problem ist, das alle betrifft. Ob Kettenhotels oder kleine Familienbetriebe – keiner ist sicher. Letztlich bleibt nur der Appell an alle, sich gut abzusichern und die eigenen Daten im Blick zu behalten. Denn in einer Welt, in der sich alles zunehmend digitalisiert, ist es das Mindeste, sich vor den Schattenseiten der Technologie zu schützen.
