Die Zukunft des Reisens: Wie Künstliche Intelligenz das Geschäftsreisemanagement revolutioniert
Heute ist der 9.10.2026 und das Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Geschäftsreisemanagement ist in aller Munde. Es ist kaum zu fassen, wie rasant sich die Technologien entwickeln und welche Auswirkungen sie auf unsere Arbeitswelt haben. Eine spannende Zukunftsstudie, die vom Institute of Tourism, Travel & Hospitality (ITTH) der Hochschule Heilbronn unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Bingemer erstellt wurde, gibt uns einen Einblick in die möglichen Entwicklungen bis 2035. Die Studie, die im Auftrag des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) erstellt wurde, legt vier Szenarien auf den Tisch – und die sind alles andere als langweilig!
Das Whitepaper, das am 9. Oktober 2026 veröffentlicht und in einem Webcast vorgestellt wurde, zeigt auf, wie Künstliche Intelligenz das Corporate Travel Management tiefgreifend beeinflussen könnte. Dabei geht es nicht nur um technische Spielereien; die Kernbotschaft ist klar: Die Verantwortung verschiebt sich von operativen Prozessen hin zu Entscheidungslogiken. Ein Travel Manager wird bald nicht mehr nur eine Buchung abwickeln, sondern vielmehr als Architekt von Regeln und Systemen fungieren müssen. Irgendwie aufregend, oder?
Die vier Szenarien für 2035
Schauen wir uns die vier Szenarien näher an, die die Reisebranche in den kommenden Jahren prägen könnten. Zunächst hätten wir den KI-Agenten-Wildwuchs. Hierbei nutzen Reisende private KI-Assistenten, ohne dass es eine zentrale Steuerung gibt. Das klingt nach Freiheit, hat aber auch seine Tücken – Datenschutzrisiken und unvorhersehbare Kosten sind nur einige der Probleme, die auf uns zukommen können.
Das zweite Szenario, das autonome Travel-Betriebssystem, beschreibt eine vernetzte Plattform, die Reisen selbstständig steuert. Ein bisschen wie ein Pilot, der das Cockpit überlässt. Klar, dass dies neue Governance-Modelle durch das Travel Management erfordert. Das dritte Szenario, das gläserne Cockpit, bietet eine transparente Plattform, die Entscheidungsgrundlagen liefert. Hier muss der Mensch allerdings langsamer und potenziell weniger kritisch prüfen. Und schließlich gibt es da noch das manuelle Kontrollzentrum, in dem viele punktuelle KI-Tools mit hohem Kontrollaufwand arbeiten. Klingt alles ein bisschen nach Science-Fiction, oder? Aber das ist die Realität, die schon jetzt auf uns zukommt.
Strategische Optionen und Empfehlungen
Ein Blick auf die strategischen Optionen zeigt, dass die Herangehensweise je nach Szenario variiert. Im Wildwuchs-Szenario etwa ist eine Minimal-Governance mit klaren Haftungsgrenzen nötig. Das autonome System hingegen erfordert eine Meta-Governance, während das Cockpit datenbasierte Policies mit definierten Eingriffspunkten verlangt. Aber nicht vergessen: Wildwuchs ist bereits Realität! Reisende nutzen private KI-Tools, die Firmendaten involvieren. Es ist also höchste Zeit, Leitlinien und eine interne KI-Umgebung zu schaffen, um private Geräte überflüssig zu machen.
Ein zentraler Punkt, der in der Studie betont wird, ist die Notwendigkeit, konsistente Daten zu erheben. Nur so kann die Qualität der KI gewährleistet werden. Unternehmen, die in der DACH-Region befragt wurden, haben bereits erste Schritte unternommen, um ihre Daten zu bereinigen und Verantwortliche für KI-Entscheidungen festzulegen. Das Whitepaper ist kostenlos beim VDR erhältlich und bietet eine wertvolle Grundlage für die strategische Ausrichtung im Geschäftsreisemanagement.
Die Rolle der KI im Travel Management
Im Jahr 2026 wird KI im Geschäftsreisemanagement nicht mehr als bloßer Trend, sondern als strategische Notwendigkeit betrachtet. Budgets stagnieren und die Reisefrequenz bleibt hoch, was die Unternehmen zwingt, administrative Prozesse zu automatisieren. Laut der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026 ist KI bereits ein operativer Standard. Algorithmen optimieren Flug- und Hotelangebote in Echtzeit, und in der Abrechnungsphase sorgt KI für automatisierte Belegprüfungen. Menschliche Fehler werden minimiert, und Betrugsversuche erkennt die KI im Handumdrehen.
Travel Manager werden von repetitiven Aufgaben befreit und können sich stärker auf strategische Aspekte konzentrieren. Ein integrierter KI-Booking-Agent könnte das Buchen und Abrechnen von Spesen revolutionieren. Die „Zero-Interface“-Strategie – klingt futuristisch, oder? – erhöht die Compliance und senkt die Fehlerquote bei Buchungen. Die meisten Unternehmen sind bereit, in diese Technologien zu investieren. Komischerweise planen nur 7 % der Firmen, keine KI im Geschäftsreisemanagement einzusetzen. Die großen Herausforderungen bleiben allerdings bestehen: mangelhafte Systemanbindungen und ungeklärte Datenschutzfragen sind nach wie vor ein Thema.
Ein weiteres interessantes Detail: 80 % der Geschäftsreisenden in der DACH-Region sind für KI-gestützte Automatisierung offen. Gleichzeitig wünschen sich 85 % der Mitarbeitenden Unterstützung und Schulungen durch ihren Arbeitgeber, um den Umgang mit diesen neuen Technologien zu erlernen. Die Frage bleibt: Wie treffen wir Entscheidungen, wenn KI ins Spiel kommt? Unternehmen sind gefordert, ihre Digitalisierung voranzutreiben, um KI-Copiloten effektiv nutzen zu können. Man könnte sagen, es ist ein spannendes, wenn auch herausforderndes Kapitel, das da vor uns liegt.
