ETIAS: Die illusorische Reisegenehmigung und ihre Folgen für die Branche
Heute ist der 15.07.2026 und die Reisebranche hat in den letzten Monaten einiges durchgemacht. Eine der spannendsten Entwicklungen ist das ETIAS, das European Travel Information and Authorization System. Ursprünglich sollte es bereits 2022 starten, aber wir alle wissen, wie das manchmal so läuft – es wurde auf das vierte Quartal 2026 verschoben. Ja, genau, das ist jetzt mehr als ein kleines Stückchen nach hinten. EU-LISA, die Behörde, die dafür zuständig ist, hat klipp und klar gesagt, dass es bis Ende dieses Jahres nicht mehr klappen wird. Ein Beamter bezeichnete die Idee einer Inbetriebnahme in 2026 sogar als „illusorisch“. Das klingt irgendwie nach einem schlechten Science-Fiction-Film, oder?
Die Gründe für die Verzögerungen sind vielfältig und reichen von technischen Hürden bis hin zu strategischen Überlegungen. Es scheint, als hätte die EU ihre Prioritäten etwas verschoben. Das bereits in Betrieb befindliche Grenzsystem (EES) hat jetzt Vorrang. Der EES ersetzt die altbewährten Passstempel durch digitale Ein- und Ausreisedaten sowie biometrische Daten. Aber, wie das so oft der Fall ist, hat das auch seine Schattenseiten. Wir erinnern uns an die langen Warteschlangen an den Flughäfen und Landgrenzübergängen, als das EES im April 2026 eingeführt wurde. Die Luftfahrtbranche ist ganz schön in Aufruhr und fordert von der EU-Kommission dringend Maßnahmen.
Die Herausforderungen auf einen Blick
Neun europäische Länder haben sich zusammengetan und die EU aufgefordert, die EES-Kontrollen ein wenig zu lockern. Aber, wie es scheint, ist die EU nicht bereit, das Grenzsystem vorübergehend auszusetzen – trotz der eingeräumten Probleme. Kommissar Magnus Brunner hat die Störungen auf Faktoren zurückgeführt, die nicht mit dem EES zu tun haben. Das ist natürlich auch irgendwie frustrierend für alle Beteiligten.
Das ETIAS wird eine Vorabgenehmigungspflicht für visumbefreite Besucher einführen. Gilt für 30 Länder, darunter alle EU-Mitgliedstaaten außer Irland sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz. Für die Genehmigung werden 20 Euro fällig, aber keine Sorge: Kinder unter 18 und Erwachsene über 70 sind von der Gebühr befreit – müssen aber trotzdem einen Antrag stellen. Das System ist an den Reisepass gebunden und bleibt für drei Jahre gültig oder bis zum Ablauf des Reisepasses. Erlaubt sind Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. So ähnlich wie das US-amerikanische ESTA-Verfahren – die meisten Anträge werden innerhalb weniger Minuten genehmigt, was ja auch ein Lichtblick ist!
Der Weg zur Einführung
Ein weiteres interessantes Detail: Es wird eine Übergangsfrist von mindestens sechs Monaten geben, in der Reisende ohne ETIAS die Einreise nicht verweigert wird, solange sie alle anderen Bedingungen erfüllen. Das klingt ja fast nach einer sanften Landung, oder? EU-LISA plant ein Treffen im September, um einen überarbeiteten Zeitplan zu beschließen. Mal sehen, was dabei herauskommt! Es könnte spannend werden, ob sich die Dinge hier wirklich entspannen oder ob wir uns auf noch mehr Verzögerungen einstellen müssen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Die Reisebranche hat jedenfalls ihre Hände voll zu tun. Die Verantwortlichen werden sich wohl oder übel an die neue Realität gewöhnen müssen. Vielleicht hilft ein bisschen Optimismus – schließlich haben wir die ganze Zeit über das Reisen geliebt, und das sollte auch so bleiben. Man kann nur hoffen, dass die Behörden bald einen klaren Plan präsentieren und wir alle wieder unbeschwert die Koffer packen können.
