Frischer Wind in der Reisebranche: 79 neue Talente starten ihre Ausbildung
Heute ist der 6. August 2026, und während die Sonne über die Alpen blinzelt, gibt es in der Reisebranche aufregende Neuigkeiten! 79 Jugendliche stehen in den Startlöchern, bereit, ihre Ausbildung in der bunten Welt des Reisens zu beginnen. Ein frischer Wind weht durch die Branche, und das freut den Schweizer Reise-Verband (SRV) ungemein. Mit 14 Auszubildenden in der Westschweiz ist die Begeisterung junger Menschen für diesen Beruf unübersehbar. Es ist eine willkommene Entwicklung, die zeigt, dass die Reisebranche nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Herzen viele Nachwuchstalente anzieht.
Der erste Montag im August ist traditionell der Lehrstart in der Schweiz. Dieses Jahr dürfen wir uns über eine Zunahme freuen: 79 Lernende beginnen ihre KV-Lehre, im Vergleich zu 75 im Vorjahr. Doch der Blick zurück zeigt, dass wir von den mehr als 200 Lernenden, die es noch im Jahr 2005 gab, weit entfernt sind. Daniela Maspoli, Ausbildungsverantwortliche des SRV, macht auf die Herausforderungen aufmerksam, die die Branche in den letzten Jahren durchlebt hat. Der Rückgang der Arbeitsplätze hat sich leider direkt auf die Lehrstellen ausgewirkt.
Herausforderungen und Chancen
In den Reisebüros stehen die Ausbilder vor praktischen Herausforderungen. Fehlende personelle Ressourcen und der Platz, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherzustellen, stellen Hürden dar, die es zu überwinden gilt. Dennoch gibt es Lichtblicke: Rolf Meier Reisen bildet seit über 50 Jahren Lernende aus und hat konstant drei Lernende in der Ausbildung. In den ersten zwei Jahren dreht sich alles um Touroperating, bevor im dritten Jahr der Retail-Bereich auf dem Plan steht. Die frischen Ideen und Perspektiven der Lernenden sind eine wertvolle Bereicherung!
Ein weiterer bemerkenswerter Akteur ist Eurotrek, der erstmals zwei Lernende gleichzeitig ausbildet und ihnen früh Verantwortung überträgt. In der Branche gibt es jedoch auch Schattenseiten: Einige Lehrverhältnisse mussten in der Probezeit beendet werden, allerdings immer in gutem Einvernehmen. Das zeigt, dass die Ausbildungsbetriebe bemüht sind, die richtigen Talente zu finden und zu fördern.
Ein Blick in die Zukunft
Rilex hat nach 15 Jahren Pause wieder mit der Ausbildung von Lernenden begonnen – ein starkes Zeichen! Aktuell ist eine Lernende in Luzern im Einsatz. Iwan Berger, Inhaber von Rilex, betrachtet die Ausbildung als eine Investition in die Zukunft. Doch die Branche muss sich auch mit ihrem Image auseinandersetzen. Viele glauben, dass Reisebüros keine Zukunft haben, was die Rekrutierung neuer Talente erschwert. Hier sind kreative Ansätze gefragt, um junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern.
Um die Zahl der Lehrstellen zu steigern, sind Verbesserungen der Rahmenbedingungen unerlässlich. Christian Sigg von Rolf Meier Reisen fordert größere Unternehmen auf, mehr Lernende auszubilden. „Wir müssen die administrativen Hürden abbauen und die Karrieremöglichkeiten klarer kommunizieren“, sagt Nina Fluri von Eurotrek. Wenn die Branche zusammenkommt, um diese Herausforderungen anzugehen, könnte die Zukunft für den touristischen Nachwuchs tatsächlich strahlend sein.
