Nachhaltigkeit im Wandel: Die EU-Richtlinie EmpCo und ihre Auswirkungen auf die Reisebranche
Heute ist der 4.09.2026, und in der Reisebranche gibt es eine spannende, wenn nicht sogar aufregende Wende. Ab dem 27. September 2026 tritt die neue EU-Richtlinie namens Empowering Consumers for the Green Transition (EmpCo) in Kraft. Das betrifft nicht nur die EU, sondern auch Unternehmen in der Schweiz, die mit Konsumenten in der EU kommunizieren. Die Aufregung, die diese neuen Regeln mit sich bringen, ist spürbar. Denn die Anforderungen an die Nachhaltigkeitskommunikation steigen rasant. Wer sich in der Welt des Reisens und der Hotellerie bewegt, sollte jetzt die Ohren öffnen!
Die Richtlinie bringt hohe Anforderungen an die Präzision und Nachweisbarkeit von Umweltversprechen mit sich. Das bedeutet, dass Pauschalaussagen wie „nachhaltig“ oder „klimaneutral“ künftig nicht mehr ohne konkreten Nachweis verwendet werden dürfen. Wer sich auf solche Formulierungen verlässt, könnte schnell in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Klagen drohen, wenn die Aussagen nicht belegt werden können. Ein großes Thema, nicht wahr? Der Schweizer Reiseverband (SRV) hat bereits seine Mitglieder zur Vorsicht geraten und entsprechend die EmpCo-Richtlinien zusammengestellt.
Die neuen Anforderungen an die Kommunikation
Unternehmen müssen sich nun an konkrete Angaben halten. Ein Beispiel: Statt einfach nur zu behaupten, man sei „umweltfreundlich“, könnte man angeben, dass „80 % des Stroms aus eigener Photovoltaik stammen“. Solche Details sind unerlässlich, um vertrauenswürdig zu bleiben. Und das gilt nicht nur für die Kommunikation mit Endverbrauchern, sondern auch im B2B-Bereich. Hier benötigen Unternehmen belastbare Daten von ihren Lieferanten. Die neue Regelung zielt darauf ab, Verbraucher vor irreführenden Aussagen zu schützen und somit transparenteren Kaufentscheidungen den Weg zu ebnen.
Doch nicht alle sind begeistert. EU-Reiseunternehmen zeigen sich skeptisch, während der Deutsche Reiseverband die neuen Anforderungen auch als Chance sieht. Wer es schafft, Nachhaltigkeit glaubwürdig in sein Geschäftsmodell zu integrieren, könnte im Markt Vorteile erzielen. Ein gewisses Risiko bleibt jedoch: Visuelle Kommunikation, die mit grünen Bildern oder Icons arbeitet, muss durch offizielle, überprüfbare Zertifikate ergänzt werden. Einfach nur ein schönes, grünes Bild reicht also nicht mehr aus. Das könnte die Kreativität der Marketingabteilungen stark einschränken!
Prüfprozesse und Nachweise
Eine Bestandsaufnahme aller Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sollte bis zum Stichtag durchgeführt werden. Unternehmen sind angehalten, Risiken zu bewerten und kritische Aussagen zu priorisieren. Das bedeutet, dass interne Prozesse zur Prüfung von Umweltclaims zwingend erforderlich sind. Schulungen, um Greenwashing-Risiken zu minimieren, werden zur Pflicht. Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch! Aber es ist notwendig, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel werden ebenfalls strenger. Diese müssen auf anerkannten Zertifizierungssystemen basieren oder von staatlichen Stellen eingeführt werden. Das bedeutet, dass nicht alle Siegel, die man vielleicht für vertrauenswürdig hielt, automatisch auch bleiben werden. Und was ist mit den Klimaneutralitätsaussagen? Auch hier wird es Einschränkungen geben, wenn sie lediglich auf Kompensation beruhen.
Der Weg in die Zukunft
Die EmpCo-Richtlinie zielt darauf ab, Verbraucher*innen besser informierte Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Sie schützt vor irreführenden Marketingpraktiken, die oft nur darauf abzielen, ein umweltfreundliches Image zu vermitteln. Die neuen Regeln können als ernstzunehmender Schritt in Richtung mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit in der Branche betrachtet werden. Das wird die Kommunikation verändern, keine Frage. Es bleibt spannend zu beobachten, wie Unternehmen sich darauf einstellen und ob sie die Herausforderungen meistern können.
Ein bisschen chaotisch wird es sicherlich werden. Aber vielleicht ist genau das der Punkt – einen frischen Wind in die Branche zu bringen. Also, liebe Hoteliers und Reiseanbieter, seid gewappnet! Die Zeit für Greenwashing ist vorbei, und die Wahrheit wird immer mehr in den Vordergrund treten. Halten wir fest: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend, sondern ein Muss für die Zukunft. Und wir alle haben die Möglichkeit, Teil dieser Veränderung zu sein.
